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G20: Versicherer fordern Divestment

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Einen konkreten Plan zum Auslaufen der Subventionen für fossile Brennstoffe bis 2020 forden die Versicherer Aviva, Aegon und Amlin von den G20-Staaten, die sich diese Woche im chinesischen Hangzhou treffen. Grund für die gemeinsame Erklärung ist die Erodierung ihres Geschäftsmodells der Schadensabsicherung als Folge des Klimawandels, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
So sollen die klimaschädlichen Subventionen bis 2020 stufenweise auslaufen, so die Versicherer. Die Unterstützungen liefen sämtliche Absichten der G20 entgegen, den Klimawandel zu bekämpfen, so ihre Kritik. "Speziell der Klimawandel ist die Mutter aller Risiken", sagte Aviva-Chef Mark Wilson.
Das britische Overseas Development Institute schätzt, dass die Produktion fossiler Brennstoffe pro Jahr mit durchschnittlich 444 Mrd. US-Dollar von den in der G20 zusammengeschlossenen Industrie- und Schwellenländern subventioniert wird. Mehr als viermal so viele Subventionsleistungen, wie für erneuerbare Energien im Jahr 2013.
Nach ihrem Treffen im US-amerikanischen Pittsburgh 2009 hatten die G20-Staatsführer einen "mittelfristigen" Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen versprochen, beließen es jedoch ohne konkrete Zusagen. (vwh/mvd)
Bildquelle: Raphael Reischuk / Pixelio.de
Klimawandel · G20
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