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Ärzte genießen hohe Wertschätzung bei Patienten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland genießen derzeit ein hohes Vertrauen bei den Patienten. Demnach haben 91 Prozent der Befragten ein "gutes" bis "sehr gutes" Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt. Dies geht aus der neuen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor.
Ähnlich hohe Werte erhalten die Mediziner demnach laut Umfrage bei der Beurteilung der Fachkompetenz (93%), der Freundlichkeit (96%) und der Verständlichkeit der Erklärungen (92%). Beim Thema Wartezeiten sieht die Mehrheit der Patienten wie bereits in den vorherigen Jahren kein großes Problem. So beurteilt nur einer von zehn Befragten Versicherten die Wartezeit auf einen Termin als zu lang. Für 41 Prozent hat es nicht zu lange gedauert und für 47 Prozent stellt sich diese Frage sogar überhaupt nicht, da sie keine Wartezeit hatten. Demnach wurden entweder sofort angenommen (31%), kamen ohne Voranmeldung (14%) oder besuchten eine Praxis, die keine Termine vergibt (2%).
"Die Ergebnisse bezeugen das hervorragende Vertrauensverhältnis der Patienten zu ihren niedergelassenen Ärzten und zeigen erneut, wie zufrieden die Bürger insgesamt mit der ambulanten Versorgung sind", kommentiert Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die Umfrageergebnisse. "Gerne zeichnen Teile der Politik das Bild, dass die ambulante Versorgung im Argen liege und alles schlecht sei. Gegen diesen Populismus setzen wir Fakten: Die repräsentative Umfrage zeigt seit nunmehr einem Jahrzehnt sehr hohe Zufriedenheitswerte", ergänzt der KBV-Chef.
Beim Thema Versorgungssteuerung erachtet es zudem eine Mehrheit von 54 Prozent der Befragten als sinnvoll, vor dem Facharzt immer erst einen Hausarzt anzusteuern. Zudem wären sogar 65 Prozent der gesetzlich versicherten Befragten zu diesem Schritt bereit, wenn es einen entsprechenden finanziellen Anreiz dazu in Form niedrigerer Krankenkassenbeiträge gäbe. "Die Patienten wünschen sich einen zentralen, wohnortnahen Ansprechpartner. Die Ergebnisse untermauern unsere im KBV-Programm 2020 vorgeschlagene Lotsenfunktion eines niedergelassenen Arztes, der in den meisten Fällen der Hausarzt sein wird", konstatiert die stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Regina Feldmann. (vwh/td)
Bildquelle: Philipp Flury / pixelio.de
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