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Parkhilfen machen Prämien nicht automatisch günstiger

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Parkassistenzsysteme gehören heute immer mehr zur Standardausstattung neuer Fahrzeugmodelle. Inwieweit dadurch hingegen die Zahl der Unfälle auf Deutschlands Straßen zurückgehen, ist nach Ansicht des Branchenverbandes GDV hingegen noch nicht bewiesen. Das Kernproblem: Den Versicherern fehlen aussagekräftige Daten.
"Parkschäden haben einen erheblichen Einfluss auf die Schadenbilanz der Versicherer", konstatiert Jürgen Redlich, Experte für Typklassen beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach seien rund 40 Prozent der Unfälle mit Sachschaden auf solche Rangierunfälle zurückzuführen. Zwar könnten Parkassistenzsysteme nach Ansicht des GDV in der Theorie für Abhilfe sorgen. Wirkliche Belege gebe es dafür allerdings bislang nicht.
"Wir müssen unsere Typklassen mit realen Schadenstatistiken berechnen", ergänzt Redlich laut GDV.: "Dafür brauchen wir valide Daten". Dagegen lasse sich anhand der Fahrzeugidentifikationsnummern nicht erkennen, ob ein Fahrzeug mit einem entsprechenden Parkassistenzsystem ausgestattet sei oder nicht. "Wir würden uns wünschen, dass solche automatisierten Systeme serienmäßig verbaut oder in der Fahrzeugidentifikationsnummer verschlüsselt werden", ergänzt der GDV-Experte. Erst dann könnten die Versicherer zuverlässig ermitteln, ob Einparkhilfen tatsächlich zu weniger Schäden führen und sich damit auf die Versicherungsprämie auswirken. (vwh/td)
Bildquelle: Mercedes
GDV · Kfz-Versicherer · Assistenzsysteme
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