Märkte & Vertrieb

Kreativität bei Kfz-Produkten sind keine Grenzen gesetzt

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Von Martin Gräfer. Stellen Sie sich vor, das Auto würde das sicherste Verkehrsmittel der Zukunft werden. Was heute noch nach Utopie klingt, könnte bereits in wenigen Jahren Realität sein. Autonomes Fahren, Fahrassistenzsysteme: Der technische Fortschritt hat enorm an Dynamik gewonnen und wird Häufigkeit und Art der Schäden künftig erheblich beeinflussen. Kfz-Versicherer müssen umdenken.
Auf lange Sicht wird diese Entwicklung Produkte und deren Vertrieb maßgeblich wandeln. Bereits heute haben wir es mit veränderten Mobilitätsgewohnheiten der Menschen zu tun. Diese bedingen eine entsprechende Absicherung. Ich denke dabei an den stetig wachsenden Markt des CarSharings oder aber der Trend hin zu Peer-to-Peer-Modellen, die Dienstleistungen immer weiter von Institutionen in den privaten Bereich verlagern. Ein Beispiel ist hier Tamyca, eine Plattform auf der Privatleute ihre Autos zur Vermietung anbieten können – inklusive entsprechendem Kfz-Versicherungsschutz (siehe DOSSIER).
Auch sogenannte Kurzzeitversicherungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie sichern einen speziellen Bedarfsfall ab und bieten dem Kunden nur dann Versicherungsschutz, wenn dieser ihn explizit benötigt. Ein Beispiel: Möchte der Kunde einem Freund sein Auto leihen, kann er problemlos über eine App den zeitlich begrenzten Drittfahrerschutz abschließen. Hier erhält der Kunde bedarfsgerechten Versicherungsschutz. Bei der Bayerischen steht vor dem Hintergrund der Digitalisierung das Thema der Kundenzentrierung im Mittelpunkt unserer Anstrengungen.
Aktuell sind der Kreativität in diesem Segment keine Grenzen gesetzt. Gerade Mittelständler haben hier auch in Zukunft noch viel Entfaltungspotenzial. Eines ist jedoch klar: Wer die aktuellen Trends verpasst, wird irgendwann nicht mehr auf den Zug aufspringen können und das Nachsehen haben. Darum gelten stetige Innovationen bei der Bayerischen längst nicht mehr als Optionen für zusätzliches Geschäft, sondern als notwendige "Hygienefaktoren", um zukunftsfähig zu bleiben. Denn eines ist sicher: "Das" eine Kfz-Versicherungsprodukt wird es in Zukunft nicht mehr geben.
Bild: Martin Gräfer ist Vorstandsvorsitzender Bayerische Beamten Versicherung AG und Referent auf der K-Tagung 2016 in Köln. (Quelle: Bayerische Beamten Versicherung AG)
Kfz-Versicherer · Martin Gräfer
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