Köpfe & Positionen

"Infrastrukturinvestments passen gut zu Versicherern"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Infrastrukturinvestments passen grundsätzlich sehr gut zur Kapitalanlage von Versicherungsunternehmen", konstatiert Gothaer-Chef Karsten Eichmann. "Sie haben eine lange Laufzeit, was gut zu den langfristigen Versicherungsversprechen passt, sie sind in der Regel risikoarm und produzieren gut vorhersehbare Erträge", betont er in einem Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung.
Allerdings tun sich die deutschen Versicherer – im Vergleich zu Großbritannien oder Frankreich – noch sehr schwer mit entsprechenden Investitionen. Demnach "ist die deutsche Assekuranz hier aktuell mit weniger als einem Prozent ihrer Anlagen vertreten, obwohl die Branche ihr Engagement in Bau, Betrieb und Finanzierung von Straßen, Netzen und öffentlichen Gebäuden gerne deutlich ausweiten würde", betont Eichmann.
Gleichzeitig forderte der Gothaer-Chef vom Staat "klare Rahmenbedingungen, die das Interesse des Gemeinwohls und das der privaten Investoren zu einem fairen Ausgleich bringen". So müsse die "Beteiligung privater Investoren Wert schaffen". Dies bedeute, "dass die Infrastruktur durch die Beteiligung der Privaten nicht teuer werden darf". Gleichzeitig müsse der private Investor auch "zusätzliche Vorteile bieten". Diese umfassen nach Aussage Eichmanns beispielsweise "die Übernahme von Risiken, insbesondere Bau-, Betriebs- oder Auslastungsrisiken oder durch ein im Vergleich zum Status quo deutlich professionelleres Planungs-, Bau- und Betriebsmanagement".
Alternative Anlagen spielen jedenfalls im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld eine immer stärkere Rolle bei institutionellen Anlegern. Neben Investitionen in Infrastrukturprojekte spielen auch Private-Equity Investments eine zunehmende Rolle (siehe DOSSIER). (vwh/td)
Bild: Karsten Eichmann, Vorstandsvorsitzender der Gothaer (Quelle: Gothaer)
Infrastruktur · Gothaer
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