Köpfe & Positionen

"Müssen Renteneintrittsalter weiter anheben"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Wir müssen das Renteneintrittsalter weiter anheben. Wenn wir ein gutes Sicherungsniveau beibehalten wollen und die Beiträge nicht deutlich ansteigen sollen, müssen wir länger arbeiten", konstatiert Finanzstaatssekretär Jens Spahn zur Zukunft des deutschen Rentensystems. So hält er die derzeitige Regelung zur Rente mit 67 "für vernünftig". Diese sollte man auch nach 2030 beibehalten, fordert er in der Süddeutschen Zeitung.
Gleichzeitig äußert sich Spahn durchaus kritisch zur derzeitigen Form der Riester-Rente. "Die Verwaltungskosten sind sicherlich vielfach zu hoch. Ich halte es deshalb im Nachhinein für falsch, die Riester-Rente nicht als verpflichtende Zusatzvorsorge ausgestaltet zu haben. Das hätte die Vertriebskosten deutlich gesenkt", kritisiert der Finanzpolitiker. Außerdem gebe "es zu viele Vorgaben, die eine vernünftige Rendite abschwächen".
Mit Blick auf die betriebliche Altersvorsorge fordert Spahn im SZ-Interview "mehr Verbindlichkeit. Ein Arbeitnehmer sollte automatisch betrieblich abgesichert sein, außer er lehnt das ausdrücklich ab. Wir sollten Geringverdiener bei der Riester-Rente staatlich besonders fördern", ergänzt Spahn. Seine Forderung: "Einfache Standardprodukte mit geringen Vertriebskosten im Rahmen von Tarifverträgen, über die sich weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber große Gedanken machen müssen." (vwh/td)
Bild: Finanzstaatssekretär Jens Spahn (Quelle: Team Spahn)
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