Politik & Regulierung

Gleiche Haftung bei Kundenkollision

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Bringt eine Kundin eines Supermarktes eine andere Kundin bei einem Rückwärtsschritt zu Fall, haften beide Beteiligten jeweils zur Hälfte für den entstandenen Schaden. Dies entschied der Oberlandesgericht Hamm. Damit änderten die Richter das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Dortmund in Teilen ab (Az.: 6 U 203/15).
Im konkreten Fall hatte die Kundin eines Supermarktes in Dortmund in einem Seiteneingang einen Schritt rückwärts gemacht, um einer entgegenkommenden Verkäuferin mit einer so genannten Ameise nebst Palette Platz zu machen. Allerdings hatte sie sich dabei nicht umgesehen, so dass sie beim Rückschritt mit einer 63-jährigen Frau zusammentraf. Diese zog sich beim darauf folgenden Sturz einen Ellenbogenbruch zu, der operativ behandelt werden musste.
Im darauf folgenden Rechtsstreit hatte die 63-Jährige nach vormals gezahlten 2.800 Euro einen weiteren Schadensersatz, darunter auch ein Schmerzensgeld von 9.700 Euro sowie die Ersatzpflicht für künftige Schäden verlangt. Die Richter am OLG Hamm hatten in ihrem Urteil nun bestätigt, dass der Beklagten eine Schuld von 50 Prozent für den entstandenen Schaden zukomme.
Allerdings wiesen die Richter nun auch der Klägerin eine Mitschuld zu. Diese habe ihrerseits nicht auf die Bewegung der Beklagten geachtet und somit gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen. Damit stehe ihr nur ein Schmerzensgeld von 1.500 Euro sowie ein Haushaltsführungsschaden von 500 Euro zu. Das Urteil ist rechtskräftig. (vwh/td)
Bildquelle: Q.pictures / pixelio.de
Schadenersatz · OLG Hamm
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