Politik & Regulierung

Studie: Mehr Frauen in Führungspositionen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Deutsche Unternehmen planen eine spürbare Aufstockung von Frauen in Führungspositionen. Das geht aus der gemeinsamen Studie hervor, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Beratungsgesellschaft Kienbaum aus Anlass der Halbzeit des Gesetzes zur Geschlechterquote in Berlin vorgestellt haben. Demnach soll der Frauenanteil in den Vorständen auf 10,9 Prozent erhöht werden.
So planen die befragten Unternehmen Erhöhungen der Frauenanteile für ihre Vorstände um 3,2 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent (derzeit 7,7 Prozent), für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands um 4,1 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent (derzeit 14,3 Prozent) sowie für die zweite Führungsebene um 3,7 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent (derzeit 18,7 Prozent). Der Anteil der weiblichen Führungskräfte in Aufsichtsräten soll auf 23,6 Prozent steigen.
"Die geplanten Steigerungsraten in Führungspositionen zeigen, dass viele Unternehmen auf einem guten Weg sind – und das trotz des knappen gesetzlichen Zeitfensters von weniger als zwei Jahren", meint Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Sein Appell: "Jetzt muss die Politik den Unternehmen die nötige Zeit geben, um die Maßnahmen wirken zu lassen."
Zudem entschieden sich nach wie vor zu wenige Frauen für industrierelevante Berufswege, etwa in Technik- oder Naturwissenschaften. Aber auch traditionelle Rollenbilder und fehlende Möglichkeiten, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, erschwerten die Suche nach Frauen in Führungspositionen.
Allerdings. "Mehr Vielfalt auf den Führungsetagen ist einerseits Ergebnis, anderseits aber auch Voraussetzung eines zeitgemäßen Wandels in der Unternehmenskultur", sagt Anne von Fallois, Director Political Relations bei Kienbaum. (vwh/mvd)
Bildquelle: Mercer
Führungspositionen · Frauenquote
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