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Stürme belasten Allianz Deutschland

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Unwetter im Mai und Juni dieses Jahres haben sich auch auf das Geschäft der Allianz Deutschland ausgewirkt. Rund 270 Mio. Euro wird der Versicherer nach eigenen Angaben voraussichtlich an seine betroffenen Kunden auszahlen. Zwar sei das Unternehmen "optimal auf Naturkatastrophen vorbereitet", betonte Deutschland-Chef Manfred Knof.
Dennoch verzeichnete die Allianz Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres der Schaden- und Unfallsparte einen Anstieg bei den Prämieneinnahmen um 2,8 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro, wobei sich vor allem das Firmengeschäft bsonders positiv entwickelt habe, darunter auch das im Juli 2015 eingeführte modulare "FirmenKonzept". Die Schaden-Kostenquote stieg aufgrund der höheren Auszahlungen für Elementarschäden im ersten Halbjahr auf 94,3 (92,1) Prozent.
In der Lebensversicherung stiegen die Beitragseinnahmen laut Allianz um 0,8 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro zu. Dabei stiegen die laufenden Neubeiträge um 5,2 Prozent, während das Neugeschäft auf dem Vorjahresniveau blieb. "Dies unterstreicht, dass für unsere Kunden die Lebensversicherung immer noch das Produkt der Wahl ist, wenn es um die Vorsorge für das Alter geht", kommentierte Knof. Besonders stark nachgefragt waren nach Unternehmensangaben vor allem die Vorsorgekonzepte mit neuen Garantien, während die klassische Lebensversicherung an Bedeutung verliere.
Die Beitragseinnahmen der Krankenversicherung blieben nach Unternehmensangaben hingegen weitgehend konstant bei 1,6 Mird. Euro.Dabei legte vor allem das Neugeschäft laut Allianz um 11,8 Prozent zu. Ende Juni 2016 waren insgesamt 2,6 Millionen Menschen bei der Allianz krankenversichert. Das operative Ergebnis nach Unternehmnsangaben mit 1,2 Mrd. Euro rund 7,7 Prozent unter dem Vorjahr. Die Gründe liegen dafür sieht die Allianz vor allem in dem niedrigeren Kapitalanlagenergebnis sowie den höheren Schadenzahlungen an Kunden, insbesondere für Elementarschäden. Das Halbjahresergebnis stieg um 7,5 Prozent auf 868 Mio. Euro.
Darüber hinaus will sich der Versicherer nach eigenen Angaben noch stärker auf die Bedürfnisse ihrer Kunden aus. Zu diesem Zweck fungiert Olaf Tidelski (47) seit 1. Juli 2016 als neuer Chief Customer Officer bei der Allianz Deutschland. Seine künftige Aufgabe definiert der Manager nach eigener Aussage vor allem über die sogenannte "Renewal Agenda". Damit "werden wir alle Produkte, Prozesse und Services noch konsequenter auf den Bedarf und die Wünsche unserer Kunden ausrichten. Meine Rolle ist dabei, Versicherung neu zu denken und positiv erlebbar zu machen", definiert Tidelski seine Position. (vwh/td)
Bild: Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland (Quelle: Allianz Deutschland)
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