Märkte & Vertrieb

Makler: Reformgesetz schadet Altersvorsorge

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Lebensversicherungsreformgesetz schwächt den Absatz privater Altersvorsorge, so könnte man die Ergebnisse der Online-Maklerbefragung zusammenfassen, die die Vertriebsservice-Gesellschaft Maklermanagement im Juni 2016 bei Yougov in Auftrag gegeben hatte. Demnach meint die Mehrheit der Makler, dass die Auswirkungen des Gesetzes auf die private Altersvorsorge für den Verbraucherschutz nur wenig bewirkt hätte.
Nach Firmenangaben können 82 Prozent der Makler nicht bestätigen, dass das LVRG Altersvorsorgeprodukte für Verbraucher wieder attraktiv gemacht hätten. Für 73 Prozent der Befragten führe das Gesetz nicht zu mehr Fairness und Gerechtigkeit für Verbraucher. Zudem sei mit dem LVRG aus Maklersicht keine bessere Vergleichbarkeit der Versicherungsprodukte erreicht worden (77 Prozent), so die Ergebnisse der Online-Maklerbefragung "Vermittler-Puls 2016".
Im Gegenteil stellen 60 Prozent der Befragten fest, dass das Geschäft mit Altersvorsorgeprodukten durch das LVRG für Makler unattraktiver geworden sei. Zudem gehen 60 Prozent der Makler in diesem Jahr von einem abnehmenden Geschäft mit Lebens- und Rentenversicherungen aus. Allein arbeitende Makler sind noch deutlich pessimistischer und rechnen zu 64 Prozent mit rückläufigen Umsätzen.
So beklage sich demnach jeder zweite Makler, dass sich das Absatzpotenzial von Altersvorsorgeprodukten verschlechtert habe (2015: 39 Prozent). Der Vertriebsfokus liege daher wie im Vorjahr auf biometrischen Produkten, während Klassikprodukte weiter an Bedeutung verlieren. "Das LVRG hat den Trend, sich stärker auf die Vermittlung von biometrischen Produkten zu konzentrieren, auch in diesem Jahr weiter beschleunigt", meint Jürgen Riemer, Vorstand der Maklermanagement AG. (vwh/mvd)
Bildquelle: Bernd Kasper / pixelio.de
Altersvorsorge · Lebensversicherung
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