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Säbelrasseln in Asien: Platzt der Allianz-Anbang-Deal?

Von David GorrTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Medienberichten zufolge kursieren Gerüchte, dass Chinas Aufsichtsbehörden Druck auf Anbang ausüben, den Kauf der südkoreanischen Allianz-Töchter abzusagen, weil die Seouler Regierung ein amerikanisches Raketenabwehrsystem an seiner Außengrenze stationiert. Die Mitarbeiter der Allianz Life Insurance Korea und Allianz Global Investors Korea glauben nicht mehr an die Übernahme durch Anbang und suchen bereits nach neuen Jobs.
Wie VWheute berichtete, halten viele Marktbeobachter es für verdächtig, dass Anbang aus dem Bieterverfahren um ING Life Korea ausgestiegen ist und sich gleichzeitig ungewöhnlich viel Zeit lässt, das Lebensversicherungs- und Fondsgeschäft der Allianz in Südkorea zu übernehmen. Nach der Verkündung des Deals im April bestätigte die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde am Montag, dass Anbang Insurance immer noch keinen Antrag auf Erlaubnis eingereicht hat, Mehrheitsaktionär bei den beiden Allianz-Töchtern zu werden.
Laut Medienberichten zwingt Peking den für seine erworbenen Luxushotels bekannten Konzernriesen Anbang, vom Kaufvertrag zurückzutreten, als Reaktion für Seouls Entscheidung, das amerikanische Raketenabwehrsystem U.S Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) auf seinem Boden zu stationieren. Die Mitarbeiter der beiden Allianz-Töchter in Südkorea berichten, dass sich wegen der Hängepartie viele Führungskräfte nach neuen Jobs umschauen. (dg)
Bild: Reinhard Grieger / pixelio.de
Allianz · Anbang
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