Schlaglicht

Erhebliche Sicherheitslücke bei Millionen Fahrzeugen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Forscher aus Deutschland und Großbritannien haben in den Funkbedienungen verschiedener Automobilhersteller eine erhebliche Sicherheitslücke festgestellt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind weltweit etwa 100 Millionen Fahrzeuge davon betroffen. Besonders betroffen sind laut Bericht vor allem die Modelle von Volkwagen sowie den Töchtern Audi, Seat und Skoda.
Dabei betrifft die Sicherheitslücke vor allem nahezu alle VW-Modelle ab dem Baujahr 1995. Auf Anfrage der SZ teilte der Automobilkonzern mit, "dass die Sicherheitssysteme der Fahrzeuge nicht das gleiche Sicherheitsniveau aufweisen wie beispielsweise unsere aktuellen Fahrzeuge" wie der "aktuelle Golf, Tiguan, Touran, Passat". Zudem seien die "aktuellen Fahrzeuggenerationen" von dem geschilderten Problem "nicht betroffen!"
Die Huk Coburg teilte auf Anfrage von VWheute mit, dass es grundsätzlich egal sei, "wie schnell oder einfach ein Auto aufgebrochen wurde, denn die Kfz-Kaskoversicherung leistet, wenn der Wagen gestohlen wurde". Auch die Art und Weise des Diebstahls spiele dabei keine Rolle, so der Kfz-Versicherer.
"Sollte der Wagen nach einiger Zeit wieder auftauchen, hat es auch keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz, wenn die typischen Einbruch- oder Diebstahlspuren fehlen. Und wenn das Auto verschwunden bleibt kann es sowieso nicht untersucht werden. Und auch dann leistet ja die Kaskoversicherung. Wir kennen die Problemlage von schlüssellosen Zugangssystemen. Bislang ist das aber noch kein großes Problem bei uns. Und auch aus dem Markt ist uns nur eine geringe Zahl von Schadenfällen bekannt", sagte ein Unternehmenssprecher.
Auch für den Branchenverband GDV ist die Problematik mit den elektronischen Zündschlössern nicht neu. "Autodiebstahl ist heute in den meisten Fällen hochorganisierte und damit äußerst professionelle Kriminalität, die Polizei und Autohersteller vor Probleme stellt", betont Peter Holmstoel, Leiter Kriminalitätsbekämpfung im GDV auf Anfrage von VWheute. Dennoch sei Diebstahlschutz die "Aufgabe der Hersteller, denn nur sie können die Technik zum Schutz vor Diebstahl serienmäßig in die Fahrzeuge einbauen" (siehe KÖPFE). (vwh/td)
Bildquelle: dg
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