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Überteuerte Reiseversicherungen?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Urlauber zahlen oftmals zu viel, wenn sie eine Reiseversicherung über ein Online-Portal buchen. Demnach zahlen diese durchschnittlich 36 Euro mehr, wenn sie über ein Reiseportal wie Opodo, HolidayCheck oder Expedia buchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Covomo. "Die Reiseportale schränken den Verbraucher in seiner individuellen Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Reiseversicherung stark ein", kritisiert Karl Dieterich.
Am Beispiel einer klassischen Pauschalreise nach Mallorca für zwei Personen und einem Reisewert von weniger als 3.000 Euro kommt Covomo nach eigenen Angaben bei den Kosten für eine Reiseversicherung auf durchschnittlich 104 Euro. Damit liegen die Angebote der Portale im Schnitt 36 Euro höher als beim günstigsten Tarif mit Selbstbehalt eines anderen Anbieters, heißt es in der Studie weiter. "Das entspricht einem Aufschlag von durchschnittlich 34 Prozent. Hinzu kommt, dass Tarife mit Selbstbehalt auf Grund der finanziellen Risiken ohnehin mit Vorsicht zu genießen sind", ergänzt Covomo-Gründer und Geschäftsführer Dieterich.
Auch mit der Transparenz scheinen es die Portalangebote nicht so genau zu nehmen, kritisieren die Studienautoren weiter. Demnach sei bei sechs von elf Reiseportalen nicht klar, welche Bausteine in den einzelnen Tarifen überhaupt enthalten sind. "Mit beschönigenden Angebotsnamen wird dem Verbraucher oft ein Schutz suggeriert, der gar nicht existiert", betont Dieterich: "Bei Holidaycheck.de, dem Marktführer der Online-Reisebüros wird zum Beispiel der Vertrag automatisch angewählt, sobald man sich über die Vertragsdetails informieren will. Will man die Versicherung eigentlich gar nicht, muss man ihn dann aktiv wieder abwählen." (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Reiseversicherungen
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