Politik & Regulierung

OLG: Kein Überschwemmungsschaden durch Regenwasser

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach einem Urteil des OLG Hamm handelt es sich nicht um eine Überschwemmung im Sinne der Allgemeinen Kraftfahrtbedingungen, wenn Regenwasser die Fahrzeugoberfläche überflutet und ins Fahrzeuginnere eindringt. Zudem liegt kein versicherter Sturmschaden vor, wenn vom Sturm gewehtes oder von einer Hauswand abspritzendes Regenwasser in den Innenraum eindringt und einen Schaden verursacht.
Ausgangspunkt für die Entscheidung des Gerichts war, dass die Klägerin ihr Fahrzeug bei der beklagten Teilkasko versichert hatte und Regenmassen bei Windstärke acht von oben und von einer Hauswand ihr Fahrzeug überfluteten. Die Schäden wurden verursacht, als die Wassermassen unterhalb der Scheibenwischer liefen, sodass dieses in den Motorinnenraum eindringen und Schäden verursachen konnte. Die Klägerin verlangte, die Schäden von ihrem Versicherer ersetzt zu bekommen.
Nachdem die erstinstanzliche Klage keinen Erfolg hatte, legte die Klägerin Berufung beim OLG ein. Die Richter gingen, wie das Landgericht davon aus, dass weder ein versicherter Sturm- noch Überschwemmungsschaden vorliegt. Erst wenn Wasser auf sonst nicht in Anspruch genommenes Gelände in Erscheinung trete und dies überflute, sei eine Überschwemmung gegeben. Damit sieht das OLG keine Erfolgsaussicht für die Berufung und die Klägerin zog diese aus Kostengründen zurück. (Az.: 20 U 233/14). (vwh/mvd)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
Überschwemmung · Kfz-Versicherer · Teilkasko
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