Politik & Regulierung

Solvency-II-Bericht: Alle Versicherer erfüllen Vorgaben

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Gute Nachrichten für die Versicherer. Mit wenigen Ausnahmen im Schaden-/Unfall-Bereich konnten alle Versicherer die Vorgaben der neuen Solvabilitäts-Kapitalanforderungen (SCR) in ausreichendem Maße bedecken. Das zeigen die ersten Zahlen nach Einführung des neuen Aufsichtsregimes Solvency II zum ersten Januar 2016, deren Ergebnisse die Bafin jetzt vorgelegt hat.
Die Ergebnisse im Sparten-Überblick: Alle 84 Unternehmen in der Lebensversicherung wiesen zum 1. Januar 2016 eine ausreichende Bedeckung der SCR auf. Insgesamt belief sich die Bedeckungsquote auf 283 Prozent. Indes zeigte sich eine spürbare Verschlechterung im Laufe des ersten Quartals. So verwenden knapp die Hälfte aller Lebensversicherer die Volatilitätsanpassung sowie die Übergangsmaßnahmen.
Die durchschnittliche Bedeckungsquote in der Schaden- und Unfallversicherung betrug zum Jahresbeginn 278 Prozent und blieb mit 280 Prozent im Laufe des ersten Quartals nahezu unverändert. Von den 186 berichtspflichtigen Schaden- und Unfallversicherungen hatten zum 1. Januar 2016 drei das SCR nicht bedecken können. Ende des ersten Quartals waren es noch zwei Anbieter.
Alle 41 Krankenversicherungsunternehmen, die unter Aufsicht der Bafin stehen, waren zu den beiden genannten Stichtagen bedeckt. Lediglich acht Krankenversicherer wenden spezielle Maßnahmen zur Bewertung langfristiger Garantien unter Solvency II, und Übergangsmaßnahmen an.
In der Rückversicherung ergab sich zum gleichen Zeitraum eine durchschnittliche SCR-Bedeckung von 326 Prozent. Lediglich fünf Rückversicherungsunternehmen wenden ein partielles oder volles internes Modell an.
"Die Bafin trägt mit dieser vertieften Darstellung dem Transparenzgedanken Rechnung, der im neuen Aufsichtsregime Solvency II verankert ist“, so Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund. (vwh/mvd)
Eine detaillierte Zusammenfassung der Bafin-Ergebnisse finden Sie hier. (PDF)
Bildquelle: solvency / fotolia
Versicherer · BaFin · Solvency II
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