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Bayerische Hausbesitzer-Versicherung schreibt rot

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach verlustreicher Versicherungstechnik weist die Bayerische Hausbesitzer-Versicherungs-Gesellschaft a.G. für 2015 einen Jahresfehlbetrag von 0,9 Mio. Euro aus. Ursächlich für das Defizit 2015, das fast vollständig durch Entnahmen aus der Gewinnrücklage ausgeglichen wird, waren Schäden aus dem Orkan Niklas, mehrere Feuer-Großschäden und eine Vielzahl an Leitungswasserschäden, so der Geschäftsbericht 2015. Die Schadenquote kletterte über alle sieben Sparten brutto auf 91,3 (64,5) Prozent bzw. netto 90,0 (65,1) Prozent.
In der Wohngebäudeversicherung, die mit 13,5 Mio. Euro fast drei Viertel der Beiträge ausmacht, schnellte die Quote brutto auf 108,3 (75,5) Prozent bzw. netto auf 122,8 (85,9) Prozent hoch. Die Zahl der Geschäftsjahresschäden wuchs in dieser Sparte um 45,9 Prozent, die Aufwendungen um 51,5 Prozent auf 14,6 Mio. Euro. Der durchschnittliche reservierte Geschäftsjahresschaden in Wohngebäude erhöhte sich um 42 Prozent auf 3.452 Euro.
In den letzten sechs Geschäftsjahren machte der Spezialversicherer für Haus- und Grundbesitz vier Mal Verluste in der Versicherungstechnik – zwei Mal wurden diese Verluste durch das Kapitalanlageergebnis aufgefangen. Das Eigenkapital betrug zum Jahresultimo 9,5 (10,4) Mio. Euro und überdeckte damit die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen von 2,8 Mio. Euro bei weitem. Nach Unternehmensangaben bestehen stille Reserven in den Kapitalanlagen (Immobilien) von mehr als 46 Mio. Euro.
Über alle Sparten wuchsen die Beiträge 2015 um gut sechs Prozent auf 18,2 Mio. Euro. Das Plus stammt nach Unternehmensangaben aus Neugeschäft, Risikoeinschlüssen, Faktoranpassungen und Vertragssanierungen. Bis Ende März 2016 betrug das Beitragsplus 7,3 Prozent. (lie)
Bayerische Hausbesitzer-Versicherung
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