Schlaglicht

Börsenfusion: Deutsche Börse versucht Bedenken zu zertreuen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Deutsche Börse ist auf Wachstumskurs und versucht nach dem Brexit-Votum Bedenken der Aufsicht gegen eine Fusion zu zerstreuen. Das berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe. Lösungsvorschläge für einen Zusammenschluss sehen Frankfurt am Main, aber auch andere Standorte vor. Wo der Sitz der Holding sein wird, ist noch offen.
"Das Rahmenkonzept stehe fest und sehe den Sitz der gemeinsamen Holding in London vor", sagte Xavier Rolet, Chef der London Stock Exchange zur geplanten Fusion mit der Deutschen Börse. Allerdings könne erst nach Abschluss des Deals die Standortfrage besprochen werden.
Die Chancen für einen Verbleib in London liegen hingegen niedrig. So haben sich Politiker und Regulierer nach dem Brexit-Votum gegen London als Standort der Holding ausgesprochen, da der Rechtssitz des fusionierten Konzerns nach dem EU-Austritt der Briten außerhalb der Staatengemeinschaft läge.
Nach Handelsblatt-Informationen sieht auch Bafin-Chef Felix Hufeld einen Börsensitz außerhalb der EU kritisch und plädiert stattdessen für einen Verbleib des Börsen-Rechtssitzes innerhalb der EU. Die Börse prüft hingegen weitere Optionen, darunter eine Sitzverlagerung der Holding nach Frankfurt.
Eine doppelte Holding und ein Hauptquartier an einem neutralen Ort sind ebenfalls im Gespräch. Allerdings will sich der Konzern selbst dazu nicht äußern. Noch bis kommenden Freitag können Aktionäre der Deutschen Börse ihre Papiere gegen die der neuen Holding eintauschen. Die Zeit drängt. Die Börsen wollen spätestens Anfang September bei der EU-Kommission die Genehmigung für den Zusammenschluss beantragen. (vwh/mvd)
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Börse · Fusion
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