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Zweistellige Gewinne bei Aviva und RSA

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Brexit-Folgen dürfen erst im nächsten Quartal spürbar werden. Der weltweit fünftgrößte Versicherer und die Nummer zwei auf der Insel, Aviva, meldet dank seiner Lebensparte einen Anstieg des operativen Ertrags um 13 Prozent auf 1,33 Mrd. Pfund (1,57 Mrd. Euro). Aviva-Papiere kletterten um 7,4 Prozent, der Konzern erhöht seine Zwischendividende um zehn Prozent. Das ehemalige Zurich-Kaufobjekt RSA wird seine Dividendenausschüttung sogar verdoppeln.
Vor einem Jahr hat die Zurich die Übernahme der britischen Royal Sun Alliance (RSA) überraschend abgeblasen. Grund waren massive Probleme in der Kernsparte der Zurich, der Sachversicherung. Die RSA hat die teuren Feuerschäden in Kanada sowie die Flutkatastrophe in Großbritannien relativ gut überstanden. Der operativen Gewinn im ersten Halbjahr 2016 stieg um 20 Prozent auf 312 Mio. Pfund im Vergleich zum Vorjahr.
Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 29 Prozent auf 17,8 Pence zu. RSA wird eine Zwischendividende in Höhe von fünf Pence (8,83 Eurocent) je Aktie an seine Aktionäre ausbezahlen. Gegenüber dem Vorjahr (6,75 Pence) ist dies eine Anhebung um 43 Prozent. Analysten erwarten, dass diese Rekordzahlen und ein schwacher Pfund potentielle Käufer wieder anlocken werden.
Auch Aviva verbuchte einen deutlichen Gewinnanstieg für das erste Halbjahr und hob seine Zwischendividende an. Der Versicherer musste allerdings seine Zahlungen an Kunden wegen Naturkatastrophen in Kanada und Europa hochfahren. Chief Executive Officer Mark Wilson ist trotz des Brexits zuversichtlich: "Zweiundvierzig Prozent unserer Einnahmen stammen außerhalb der Insel. Aber wir wachsen auch im Königreich, investieren ins Königreich, wir lieben das Königreich." (vwh/dg)
Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
RSA · Aviva
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