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MetLife streicht Stellen und spaltet sich auf

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der größte US-Lebensversicherer MetLife plant bis 2019 jährlich eine Mrd. US-Dollar zu sparen, darunter auch Personalkosten durch Jobabbau. Der Reinertrag fiel um 94 Prozent auf 64 Mio. US-Dollar. Teile des Leben-Geschäfts sollen aufgespalten und an die Börse gebracht werden. Dieser Zug hat sich angedeutet, nachdem die US-Regierung den Versicherer als systemrelevant eingestuft hat.
Die Gesamtleistung des Konzerns fiel um 2,3 Prozent auf 16,96 Mrd. US-Dollar. MetLife klagte gegen die US-Regierung, die den Versicherer als systemrelevant einstuften. Im März bestätigt ein Gericht, dass MetLife nicht systemrelevant ist. Die US-Regierung plant in Berufung zu gehen. Eine ähnliche Taktik verfolgt auch General Electric. Der Technologiekonzern hatte große Teile seiner Finanzsparte veräußert und einen Antrag gestellt, des Status der Systemrelevanz aufzugeben.
MetLife wurde 1868 gegründet und ist mit rund 100 Mio. Kunden der größte Anbieter von Lebensversicherungen, Sparplänen und Arbeitnehmerzuschussplänen in den Vereinigten Staaten, Japan, Lateinamerika, Europa, Asien und dem Mittleren Osten. Der Konzern ächzt unter den für systemrelevante Versicherer höheren Eigenkapitalanforderungen wie auch den drohenden regelmäßigen Stresstests. Noch zu Beginn des Jahres waren Pläne laut geworden, dass die Metlife sich von einem substanziellen Teil seines Privatgeschäfts trennen will. MetLife-Chef Steve Kandarian bestätigte nun diese Pläne.
Diese Woche wurde ferner bekannt, dass MetLife mit Anlegern, die von der Schließung des Alico Peak Performance Funds betroffen waren, eine außergerichtliche Einigung erzielen hat. Metlife hat 2010 Alico von AIG für 15,5 Mrd. Dollar gekauft. Im August 2015 hat der US-Versicherer seine Kunden darüber in Kenntnis gesetzt, dass sämtliche Fonds der Peak-Performance-Palette nach dem 15. September 2015 geschlossen werden. Viele der Kunden hätten sich daraufhin an die Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte gewandt. Der Versicherer ist einer prozessualen Auseinandersetzung durch außergerichtliche Einigung aus dem Weg gegangen. (vwh/dg)
MetLife
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