Schlaglicht

Gut versichert gleich halb gewonnen?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wettertechnisch gehört der Sommer 2016 sicherlich nicht zu den Highlights des Jahres. Sportlich betrachtet könnten die vermeintlich schönsten Monate des Jahres dennoch nicht heißer sein. Nachdem mit der Fußball-EM in Frankreich bereits der erste sportliche Höhepunkt des Jahres vorbei ist, steht mit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro das nächste Großereignis an, mit besonderen Herausforderungen für die Branche.
Neben den aktuellen Bedrohungen für die Sicherheit der Spiele stellt vor allem der Ausbruch des Zika-Virus in Mittel- und Südamerika eine besondere Herausforderung für die Organisatoren dar, konstatiert Julia Ende in einem Beitrag für die Versicherungsforen Leipzig. Bereits Anfang des Jahres waren 1,5 Millionen Menschen nur in Brasilien mit dem Virus infiziert. Mancher Sportler verzichtete dabei bereits aus diesem Grund auf einen Start in Rio.
Dabei scheint das Virus ein schwer zu kalkulierendes Risiko, was auch für die Versicherer eine große Herausforderung darstellt, betont die Expertin. Einige Versicherer scheinen bereits darauf reagiert zu haben und hatten bereits im März dieses Jahres explizit die Ausfälle der Olympischen Spiele oder einzelner Wettbewerbe in ihren Policen ausgeschlossen.
Davon betroffen sind demnach aber nicht nur Sponsoren, Hotels oder die Inhaber diverser Veranstaltungsorte. Auch bei vielen Events selbst – darunter Messen, Ausstellungen oder Konzerte – weigern sich viele Versicherer bereits, einen entsprechenden "Zika-Schutz" in ihren Policen anzubieten, erläutert Ende. Die Absage der Spiele durch den Virus würde daher zu Ansprüchen bis zu einer Mrd. US-Dollar führen. Den Löwenanteil würden dabei die großen Rückversicherer Swiss Re, Munich Re oder Hannover Rück abdecken.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat jedenfalls vor fünf Jahren bekannt gegeben, einen entsprechenden Versicherungsschutz über rund 800 Mio. US-Dollar für eine Prämie von 13 Mio. US-Dollar abgeschlossen zu haben. Einen Versicherungsschutz genießen zudem die Sportler aus den USA: der Versicherer Liberty Mutual versichert wie schon 2014 alle gewonnen Medaillen der US-Mannschaft. (vwh/td)
Bildquelle: Aka / pixelio.de
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