Politik & Regulierung

CDU-Rentenexperten für Untergrenze nach 2030

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Im Interview mit dem Deutschen Institut für Altersvorsorge GmbH (DIA) hat sich Peter Weiß, rentenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, für ein gesetzlich festgeschriebenes Mindestrentenniveau auch für die Zeit nach 2030 ausgesprochen. Im Dialog mit Eva M. Welskop-Deffaa, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Rente im Bundesfachausschuss der CDU, plädiert er zudem dafür, Selbständigen in die gesetzliche Rentenversicherung mit einzubeziehen.
"Wenn für die Jungen, obwohl sie einen höheren Beitrag als die heutigen Arbeitnehmer zahlen müssen, das Rentenniveau irgendwann unter 40 Prozent landet, fragen diese sich, was die gesetzliche Rente überhaupt noch wert ist. Daher halten wir es für geboten, ein Mindestrentenniveau zu definieren, das auf jeden Fall zu halten ist“, erklärt Weiß im Gespräch mit DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.
Dabei könne die Pflegeversicherung zum Vorbild genommen werden: Analog zu deren Einführung schlägt Weiß vor, dass 0,1 Prozentpunkte des Beitrages in einen Fonds fließen. "In der guten Zeit, in der wir für die Rentenversicherung den Beitragssatz auf 18,7 Prozent senken konnten, können wir einen etwas höheren Beitrag festlegen“, so Weiß weiter. Allerdings gelte folgende Bedingung: Die Beitragserhöhung wird für die Zukunft angespart. Dazu soll die Obergrenze der Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung, bei deren Überschreiten der Beitragssatz bislang automatisch abgesenkt werden muss, sofort abgeschafft werden.
Auf der Basis eines kürzlich zusammen mit Welskop-Deffaa vorgestellten Papiers zur Weiterentwicklung der Alterssicherung schlagen die Autoren vor, den Bundeszuschuss zu erhöhen, ausserdem soll die Beitragsbemessungsgrenze ausgeweitet werden, um zusätzliches Finanzierungsvolumen zu generieren. (vwh/ak)
Link: Das vollständige Gespräch des DIA mit dem rentenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Eva M. Welskop-Deffaa, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Rente im Bundesfachausschuss der CDU ist hier nachzulesen.
Bild: Immer mehr Menschen fragen sich, ob die Rente im Alter reicht? (Quelle: Alexander Kaspar)
Rente · Deutsches Institut für Altersvorsorge
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