Politik & Regulierung

Helfen Agrar-Policen bei der Ernährungssicherheit?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Krisen, die durch Lebens- und Umweltrisiken wie beispielsweise Dürren, Überschwemmungen oder Epidemien, verursacht werden, können ihre Armut dramatisch verschärfen und Leben gefährden", konstatiert Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig seien in den 100 ärmsten Ländern der Welt nur "drei Prozent der Bevölkerung durch Versicherungen abgesichert", kritisiert er in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.
"Schon heute beeinträchtigt der Klimawandel die wirtschaftliche Entwicklung in den ärmsten Ländern der Welt. Neben allmählichen Veränderungen, wie dem Meeresspiegelanstieg nehmen extreme Wettereignisse wie Dürren, Wirbelstürme und Überschwemmungen zu", konstatiert der CSU-Politiker. Einen Weg, mit den Folgen des Klimawandels zurecht zu kommen, sind nach Ansicht Müller die sogenannten Klimarisikoversicherungen.
"Bislang sind 100 Millionen Menschen – also nur ein kleiner Bruchteil der Bevölkerung – in Entwicklungs- und Schwellenländern gegen solche Klimarisiken abgesichert", schreibt Müller weiter. Bis 2020 sollen jedoch nach dem Willen der Politik im Rahmen der Insuresilience Initiative "weitere 400 Millionen besonders gefährdete Menschen in Entwicklungsländern zusätzlich abgesichert werden".
Einen weiteren wesentlichen Baustein sieht der Minister in den Agrarversicherungen als Ergänzung zu den Klimarisikoversicherungen, um damit Kleinbauern und
Agrarunternehmen besser vor Produktionsrisiken abzusichern. Das Ziel der Entwicklungszusammenarbeit: Agrarversicherungen für Kleinbauern vor allem bei den Rahmenbedingungen, bei Anschubfinanzierungen Kleinbauern attraktiver zu gestalten.
"Um Kleinbauern in einem schnell wachsenden Markt vor unseriösen Versicherungsanbietern, Verschleppung von Schadensbearbeitung oder Veruntreuung von Prämien zu schützen, wird auch ein verlässlicher Verbraucherschutz unterstützt", ergänzt der Minister. Insgesamt sei die "Absicherung der eigenen Existenz vor Lebens- und Umweltrisiken ein notwendiger Bestandteil eines würdigen Menschenlebens", so Müller (siehe DOSSIER). (vwh/td)
Bild: Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung (Quelle: Büro MdB Müller)
Lesen Sie den kompletten Beitrag "Verantwortung im Kollektiv" in der Versicherungswirtschaft 8/2016 (Einzelbeitrag)
Klimawandel · Gerd Müller
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