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Die Bayerische stärkt ihre Digitalstrategie und kauft Asspario

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Asspario Versicherungsdienst AG ist seit dem 15. Juli 2016 ein Beteiligungsunternehmen der Bayerischen Beamten Versicherung AG, dem Kompositversicherer der Versicherungsgruppe Die Bayerische. Das teilten beide Unternehmen nach einer Kapitalerhöhung gestern mit. Damit hält die Bayerische 75 Prozent der Anteile, 25 Prozent verbleiben weiter beim Asspario-Gründer und Vorstandsvorsitzenden Holger Koppius.
"Ass" steht für Assekuranz und "pario" kommt aus dem Lateinischen und steht für Erzeugen, Erfinden oder Aushecken, so das übernommene Unternehmen in einer Selbstbeschreibung auf seiner Website. Und erfunden hat das Team um Koppius seit 2014 eine ganze Menge, vor allen Dingen ein Online-Tool, welches weitere konkrete Schritte hin zum voll-digitalisierten Maklerbüro unternimmt: "Asspario arbeitet digital – vom Angebot bis zur Police. Den Maklern als Vermittler stellen wir ein Makler-Cockpit bereit, mit dem die Policen weitgehend papierfrei produziert werden", so Holger Koppius in einer ersten Stellungnahme.
Die Bayerische erwartet von ihrem Einstieg bei dem Bad Kreuznacher Unternehmen eine weitere Effizienzsteigerung, schlankere Prozesse und schnellere Antworten auf Markttrends: Dazu erklärt Maximilian Buddecke, der als Emissär der Bayerischen in den Vorstand von Asspario einzieht und dort für die strategische Weiterentwicklung verantwortlich sein wird: "Digital darf dabei nicht nur ein Schlagwort sein, sondern muss zum messbaren Nutzen des Vertriebspartners und seines Kunden beitragen", und Asspario-Vertriebsvorstand Frank Löffler ergänzt mit Blick auf die schlanken Prozesse bei der technischen Verarbeitung, welche die Stückkosten je Police signifikant senken: "Für den Makler ist der vergleichsweise niedrige Preis für den Versicherungsschutz seiner Kunden ein klarer Wettbewerbsvorteil".
Schon in der Vergangenheit kooperierten beide Unternehmen. Die Bayerische, bislang Risikoträger in der Sparte Schaden-Haftpflicht-Unfall (SHU) bei Asspario, will auf dieser Plattform ab sofort neue Produktideen entwickeln und so schneller zur Marktreife bringen. Zugleich strebt die Bayerische mit diesem Schritt eine Ausdehnung der Vertriebsaktivitäten sowie eine zügige Umsetzung der eigenen Wachstums- und Ertragsziele an. (vwh/ak)
Bild: Holger Koppius, Gründer und Vorstandsvorsitzender Asspario Versicherungsdienst AG. (Quell: Asspario)
Makler · Digitalisierung · Die Bayerische Asspario
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