Politik & Regulierung

Mehrgenerationenhaushalte werden weniger

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In Deutschland ist die Zahl der Mehrgenerationenhaushalte weiter rückläufig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist demnach die Zahl der Haushalte mit drei oder mehr Generationen zwischen 1995 und 2015 von 351.000 auf 209.000 zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 40,5 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der Haushalte, in denen die mittlere Generation mit ledigen Kindern zusammenlebt, um 17,9 Prozent zurück.
Demnach sank die Zahl dieser Haushalte laut Statistischem Bundesamt von 12,8 Millionen im Jahr 1995 auf insgesamt 11,0 Millionen in 2015. Zudem lebten in 266.000 Haushalten die mittlere Generation mit den Eltern zusammen. Zwanzig Jahre zuvor waren es noch 324.000 Haushalte. Dies entspricht einem Minus von 17,9 Prozent. In rund drei Viertel der Haushalte der mittleren Generation mit Kindern lebte im vergangenen Jahr ein Paar mit den Kindern zusammen (76,2 Prozent). Die Zahl der Haushalte mit Alleinerziehenden beläuft sich auf rund ein Viertel 23,8 Prozent.
Darüber hinaus stellte das Statistische Bundesamt im Rahmen seines Mikrozensus fest, dass die Erwerbstätigkeit der Frauen sehr stark durch die Versorgung der Frauen beeinflusst wird. Mit anderen Worten: Frauen sind weitaus weniger erwerbstätig als Männer. Demnach war rund ein Viertel gar nicht erwerbstätig (29,7 Prozent) oder arbeiten in Teilzeit (45,9 Prozent). Umgekehrt war mit einem Anteil von 18,3 Prozent nur jeder fünfte Mann davon betroffen (siehe DOSSIER).
Darüber hinaus gaben 44,9 Prozent die Kinderbetreuung als Hauptgrund für ihre Teilzeitarbeit an. Bei den Männern betrug der Anteil lediglich 14,5 Prozent. Gleichzeitig gaben 30,8 Prozent der nicht erwerbstätigen Frauen und 1,9 Prozent der nicht erwerbstätigen Männer an, dass sie der Kinder wegen keine Arbeit suchten. Zudem sind Frauen laut Statistischem Bundesamt weitaus häufiger mit Kinderbetreuung beschäftigt als Männer. Widmeten diese 2012/13 noch 79 Minuten pro Tag zur Kinderbetreuung, waren es bei Frauen im Schnitt 118 Minuten. (vwh/td)
Bildquelle: S. Hofschläger / pixelio.de
Statistisches Bundesamt · Familie
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