Schlaglicht

Neue Kündigungswelle bei Bausparkassen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Bausparkassen gehen im Streit um die hochverzinsten Verträge weiter auf Konfrontationskurs. So wollen die Kassen auch in diesem Jahr die Altverträge kündigen, welche seit langem zuteilungsreif seien, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Demnach rechne die Branche in diesem Jahr mit der Kündigung von etwa 60.000 Altverträgen.
Im Fokus stehen dabei laut Bericht vor allem die Verträge, die seit zehn Jahren in ein Darlehen hätten umgewandelt werden können und somit zuteilungsreif wurden. 2015 sei es hingegen noch um die Altverträge gegangen, deren Zuteilungsreife zehn Jahre oder noch länger zurückliegt. Die Bausparkassen selbst halten sich mit der genauen Zahl ihrer diesjährigen Kündigungen bedeckt, berichtet die FAZ weiter. Lediglich die Wüstenrot habe dieses Jahr nach eigenen knapp 10.000 Altverträge gekündigt.
"Es zählt der Gleichbehandlungsgrundsatz", wird Wüstenrot-Chef Bernd Hertweck zitiert: "Wir können nicht der einen Bauspargeneration kündigen und der anderen nicht." Allerdings seien die Kündigungen ein bedauerlicher "Sonderzustand". Dennoch seien diese "wirtschaftlich notwendig und durch viele Urteile abgesichert", so Hertweck weiter. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / Pixelio