Schlaglicht

Melderegister für private Hausbesitzer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Bundesbank will ein Melderegister für private Immobilienkredite einführen, um damit an die Daten der Banken zu kommen. Dieses Vorhaben hat der Ausschuss für Finanzstabilität, der sich aus Vertretern des Bundesfinanzministeriums, der Finanzaufsicht Bafin und der Bundesbank zusammensetzt, vorgeschlagen. Der Gesetzesvorschlag dürfte aber wegen datenschutzrechtlicher Aspekte auf Kritik stoßen.
Der Dachverband der Banken und Sparkassen und die Deutsche Kreditwirtschaft  forderten bereits, das Vorhaben zu verschieben, bis die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Kreditregister um die Daten zu den Wohnimmobilienkrediten erweitert. Das aber kann dauern, denn das EZB-Register mit dem Namen "Analytical Credit Dataset" wird vorerst in einer abgespeckten Variante eingeführt und umfasst nur Firmenkredite ab einer Losgröße von 25.000 Euro. Selbst notleidende Kredite müssen die Banken erst ab dieser Schwelle melden. Ob und wann die EZB das Register um private Immobilienkredite erweitert, ist derzeit nicht abzusehen.
Deutschland wurde in der Vergangenheit vom Internationalen Währungsfonds (IWF), dem Finanzstabilitätsrat der G-20-Regierungen und dem Europäischen Ausschuss für Systemrisiken wegen der mangelhaften Kreditstatistiken kritisiert. In der Bundesbank will man nun eine bessere Datenbasis für Wohnimmobilienkredite erreichen, um riskante Entwicklungen oder die Auswirkungen aus der Umsetzung der gegenwärtig umstrittenen EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie besser beurteilen zu können. (vwh/wo)
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
BaFin · Bundesbank · Bundesfinanzministerium
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