Märkte & Vertrieb

Streit um Erdbebenversicherung in Oklahoma

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Aufsichtsbehörde von Oklahoma will gegen steigende Prämien für Hausbesitzer vorgehen. In den vergangenen Jahren haben sich die Prämien für die Erdbebenversicherung teilweise verdreifacht. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Erdbeben durch das Fracking.
Von Menschen gemachte Erdbeben treten immer häufiger auf. Im US-Staat Oklahoma ist die Erdbebengefahr ein regelmäßiges Phänomen, seitdem Energieunternehmen nach Erdgas bohren. Als Folge haben sich die Prämien und Selbstbehalte für Hausbesitzer erhöht. Jetzt stuft der Insurance Commissioner von Oklahoma, John Doak, den Markt als nicht kompetitiv ein. Die Folge: Er wird sich mit den Prämiensätzen der Versicherer kritisch auseinandersetzen.
Wohngebäudeversicherung ist für US-Amerikaner ein sehr wichtiges Thema. Der Vorstoß von Doak macht landesweit Schlagzeilen. Er vermutet, dass die Rückversicherer mit restriktiven Bedingungen Ursache des Marktversagens sind. Die Schäden seien gestiegen, aber bei weitem nicht in dem Maße, wie die Prämien. Die Schadenquote hat den Höhepunkt im Jahr 2011 nicht wieder erreicht.
Geologen des US Geological Surveys sehen eine parallele Entwicklung zwischen Fracking und der zunehmenden Zahl von Erdbeben in dem US-Staat im mittleren Westen der USA. Die Erdbebengefahr wird den 3,9 Millionen Einwohnern des Staates immer stärker bewusst. 15 Prozent der Hausbesitzer versichern sich gegen Erdbeben. In Kalifornien sind es nur 10 Prozent. Im Jahr 2011 hatten sich nur zwei Prozent gegen Erdbeben versichert. (vwh/ba)
Foto: fotolia/ bluedesign
Erdbeben · USA · Fracking
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