Köpfe & Positionen

Risikomanager will absolute Steuertransparenz vermeiden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Für Risikomanager sind Captive-Versicherer keine Steuerangelegenheit, sondern ein effizientes Risikomanagement-Tool“, erklärt Ferma-Präsident Jo Willaert in einem Rundschreiben. Captives stehen seit der Veröffentlichung eines OECD-Berichts unter Beobachtung der Steuerbehörden. Die Europäische Union will absolute Transparenz der Finanz- und Steueraktivitäten der einzelnen Staaten durchsetzen.
"Mit knapp 7.000 Captives überall auf dem Globus ist sich die Community der Risikomanager sehr bewusst über die Gründe und Vorteile von Captives," schreibt Jo Willaert in einem Rundschreiben der Ferma. Die Federation of European Risk Management Association will verhindern, dass die Europäische Union radikale Publizität über die finanzielle und steuerliche Aktivitäten einführt. Die Autoritäten können mit solchen Daten umgehen, doch in der breiten Öffentlichkeit würde das zu Missverständnissen führen, argumentiert die europäische Interessensvertretung der Risikomanager.
Willaert ist Risikomanager des auf Digital Imaging spezialisierten belgischen Unternehmens Agfa Gevaert und steht seit einem Jahr der Ferma vor. Die OECD hat im Oktober letzten Jahres Empfehlungen zur Vermeidung von "Base Erosion and Profit-Shifting" gegeben. Ziel sollte es sein, da zu besteuern, wo Werte geschaffen werden. Die EU folgte im Januar mit einer Maßnahmenpaket zur Steuervermeidung, das jetzt im Rat diskutiert wird. Am 12. April folgte ein Vorschlag, die Steuern Land für Land transparent zu machen. (vwh/ba)
 
Bild: Jo Willaert, Ferma-Präsident (Quelle: Ferma)
 
EU · OECD · FERMA · Captives
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