Schlaglicht

Bad Aibling: Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Fahrdienstleiter

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Nach dem Zugunglück von Bad Aibling im Februar hat die Staatsanwaltschaft Traunstein Anklage gegen den zuständigen Fahrdienstleiter erhoben. Nach Angaben des Spiegel wirft sie dem Mitarbeiter der Deutschen Bahn fahrlässige Tötung in zwölf Fällen und fahrlässige Körperverletzung in 89 Fällen vor.
Es bestehe der Verdacht, "dass der Fahrdienstleiter entgegen einem bestehenden Verbot im Dienst bis unmittelbar vor der Kollision der Züge durch die Nutzung eines Online-Computerspiels abgelenkt war", teilte die Ermittlungsbehörde am Montag mit. Daher sei der Mann von falschen Annahmen ausgegangen, was den Kreuzungsverkehr der beiden Züge betrifft. Der Fahrdienstleiter sitzt seit April in Untersuchungshaft.
Beim Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge waren am 9. Februar zwölf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 80 Insassen verletzt worden. Zuständiger Versicherer ist der HDI.
Das Landgericht Traunstein muss nun prüfen, ob es die Anklage zulässt. Stimmt sie zu, muss die zuständige Kammer eine Hauptverhandlung ansetzen und dafür Termine bestimmen. Die Vorbereitungszeit wird von Verfahrenskennern auf drei bis vier Monate geschätzt. Der Prozess könnte also noch in diesem Jahr beginnen. (vwh/mst)
Bild: Marco Zaremba/pixelio.de
HDI · Zugunglück · Bad Aibling
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