Politik & Regulierung

US-Behörde lehnt VW-Rückrufplan ab

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Folgen des Abgasskandals in den USA könnten für den Volkswagen-Konzern noch teurer werden. Wie das manager magazin berichtet, hat das Umweltamt in Kalifornien den Rückrufplan für Drei-Liter-Motoren als unzureichend und unvollständig abgelehnt.
Rund 16.000 Autos der Marken Audi, Porsche und VW in Kalifornien seien von der Entscheidung betroffen, heißt es unter Bezugnahme auf die für die Luftqualität zuständige US-Behörde. Zusammen mit der Bundesumweltbehörde arbeite man weiter an einer Lösung.
In einem Schreiben an die drei deutschen Fahrzeughersteller monierte die US-Behörde am Rückrufplan die fehlende Beschreibungen der Manipulationssoftware sowie deren Lösungsvorschlag. Zudem seien Daten über die Wirksamkeit der geplanten Umrüstung und mögliche Auswirkungen auf den Motor nicht ausreichend dokumentiert.
Die Behörde hatte den Konzern bereits im Februar in einem Schreiben darüber informiert, dass sie die Pläne ablehne. Auch die Nachreichung weiterer Informationen von Volkswagen nach der ersten Ablehnung, konnte die Behörde offensichtlich nicht überzeugen. Im vergangenen Jahr hatten die Wolfsburger erstmals zugegeben, die Abgaswerte bei Tests von Dieselmotoren mit illegaler Software künstlich abgesenkt zu haben. Es waren US-amerikanische Behörden gewesen, die den Skandal um die Manipulation von 2-Liter-Motoren aufgedeckt hatten.
US-Kläger hatten sich Ende Juni mit VW auf einen umfangreichen Vergleich geeinigt, der den Konzern bis zu 15 Mrd. US-Dollar (13,5 Mrd. Euro) kostet. Bis 2018 hat der Autobauer Zeit, um sich die Nachbesserungslösungen von den Behörden genehmigen zu lassen. Dabei gilt Kalifornien mit seinen strengen Gesetzen als Vorreiter bei der Genehmigung der Rückrufpläne. (vwh/mvd)
Bildquelle: Julian W / pixelio.de
VW · Abgasskandal
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