Schlaglicht

"Erdrutschartige Veränderungen im Sorgenhaushalt"

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Nie zuvor im Laufe der R+V-Studie sind die Ängste innerhalb eines Jahres so drastisch in die Höhe geschnellt wie 2016. Forscher Manfred G. Schmidt konstatiert "erdrutschartige Veränderungen im Sorgenhaushalt." Terrorangst und politische Sorgen dominieren in diesem Jahr das Angstprofil. Fast drei Viertel aller Bürger fürchten sich vor terroristischen Anschlägen – das ist der bisher höchste Wert bei dieser Frage, wie die aktuelle Erhebung "Die Ängste der Deutschen" herausstellt. Durch den als unkontrolliert wahrgenommenen Zuzug von Ausländern fürchten viele Spannungen, wie die R+V berichtet.
Terrorismus verursacht die größten Ängste, gefolgt von politischem Extremismus, dem Zuzug von Ausländern und damit verbundener wahrgenommener Ohnmacht der Politik.
(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Wirtschaftsängste lassen persönliche Ängste in den Hintergrund treten. (Quelle: R+V)
"Die größer gewordene Angst vor dem Terror hat reale Hintergründe", stellt Schmidt, Politologe und Berater der Studie, fest. "Sie reflektiert die Terrorgefahr, die sich etwa in den Anschlägen in Paris im letzten Jahr und den Anschlägen in Brüssel in diesem Jahr manifestiert. Und die Sorge vor dem Kontrollverlust der deutschen Politik in der Flüchtlingskrise ist ja auch real. Sie spiegelt wider, dass Deutschland 2015 einen unkontrollierten Flüchtlingszustrom erfahren hat, auf den die Politik nicht angemessen reagiert hat."
Im Gegensatz zu früheren Jahren ist die Angst vor Naturkatastrophen nach hinten gerutscht, nachdem sie viele Jahre immer unter den sieben größten Ängsten war. Allerdings bleibt der Wert mit 52 Prozent weiterhin hoch. Andere Sorgen haben diese Umweltangst überlagert. Gleiches gilt auch für die Furcht vor einer schlechteren Wirtschaftslage oder vor sinkendem Lebensstandard im Alter. Schlusslicht bleibt wie in allen 25 Studien die Angst vor der Trennung vom Partner.
(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Welche Ängste bestimmen die Deutschen? (Quelle: R+V)
Frauen sind grundsätzlich ängstlicher als Männer. Der Unterschied ist in den vergangenen Jahren jedoch geringer geworden. Frauen haben deutlich mehr Angst vor Bedrohungen durch Terroristen oder Extremisten. Zudem ist die Vorstellung, im Alter als Pflegefall anderen zur Last zu fallen, für Frauen mit mehr Angst verbunden als bei Männern.
(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Frauen wie Männer sehen Terrorismus als größte Gefahr. (Quelle: R+V)
R+V
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