Märkte & Vertrieb

Weniger Häuser sind hochwassergefährdet

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zahl der stark von Hochwasser bedrohten in Deutschland ist um 30 Prozent gesunken. Dies geht aus dem aktuellen Update der Datenbank für Hochwassergefahren, ZÜRS Geo, hervor. Demnach sind derzeit nur noch 139.000 Häuser in die höchste Gefahrenklasse 4 eingeordnet, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Demnach sind nur noch 0,7 Prozent aller Gebäude in der höchsten Gefahrenzone mit statistisch mindestens einem Hochwasser alle zehn Jahre angesiedelt. Am stärksten vom Rückgang betroffen ist laut Statistik das Bundesland Nordrhein-Westfalen- Hier ging die Zahl der Adressen in der Gefahrenklasse 4 um 62 Prozent auf 7.200 Gebäude zurück. In Thüringen, Sachsen und Niedersachsen sank die Zahl laut Statistik um die Hälfte. Den größten Rückgang verbuchte dabei Niedersachsen mit einem Minus von 20.000 Gebäuden.
Spitzenreiter ist laut GDV der Freistaat Bayern mit 36.800 gefährdeten Gebäuden in der höchsten Gefahrenklasse. Dies entspricht einem Rückgang von sieben Prozent. Auf den weiteren Rängen folgen Schleswig-Holstein mit 19.200 Adressen (minus fünf Prozent), Baden-Württemberg mit 15.200 Häusern (-31 Prozent) und Niedersachen mit ebenfalls 15.200 Gebäuden (-56 Prozent). Schlusslicht ist Berlin mit 400 Gebäuden (plus drei Prozent), noch hinter Hamburg mit 1.200 Adressen und dem Saarland mit 2.000 Gebäuden.
Insgesamt sind im Zonierungssystem Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) derzeit 21,3 Millionen Gebäude in vier Gefahrenklassen erfasst. Mit 19,3 Millionen liegen die meisten Adressen in der Gefahrenklasse 1, in der weniger als einmal in 200 Jahren eine Überschwemmung durch Hochwasser droht. In der Gefahrenklasse 2 mit 1,6 Millionen Häusern tritt ein Hochwasser statistisch mindestens einmal in 100 bis 200 Jahren auf. In der Gefahrenklasse 3 mit 220.000 Gebäude kommt es laut statistischen Berechnungen mindestens einmal alle zehn bis 100 Jahre zu einem Hochwasser. (vwh/td)
Bildquelle: Alexandra H. / pixelio.de
GDV · Hochwasser · ZÜRS
Auch interessant
Zurück
11.01.2018VWheute
Fallen die Hoch­was­ser­schäden glimpf­lich aus? "Same procedure as every year" könnte man meinen. Das Jahr 2018 begann fast so, wie das Jahr 2017 …
Fallen die Hoch­was­ser­schäden glimpf­lich aus?
"Same procedure as every year" könnte man meinen. Das Jahr 2018 begann fast so, wie das Jahr 2017 aufgehört hat, nämlich stürmisch und nass. Während Sturmtief "Burglind" zum Jahresbeginn die halbe Republik durcheinander wirbelte, …
19.10.2017VWheute
Weniger Haus­be­sitzer sind hoch­was­ser­ge­fährdet In Deutschland sind zunehmend weniger Hausbesitzer von Hochwasser gefährdet. Nach Angaben des …
Weniger Haus­be­sitzer sind hoch­was­ser­ge­fährdet
In Deutschland sind zunehmend weniger Hausbesitzer von Hochwasser gefährdet. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind derzeit rund 129.700 Häuser von Hochwasser bedroht. Dies entspricht …
01.08.2017VWheute
Smarte Häuser, zöger­liche Versi­cherer Von Mariusz Janczewski. Intelligente Häuser und smarte Gebäudetechnik sind wohl inzwischen für alle ein Begrif…
Smarte Häuser, zöger­liche Versi­cherer
Von Mariusz Janczewski. Intelligente Häuser und smarte Gebäudetechnik sind wohl inzwischen für alle ein Begriff. Von intelligenten Kühlschränken, die selbstständig Einkäufe tätigen, mobilen Anwendungen, die das Licht und die Heizung im Haus…
06.06.2017VWheute
Unwet­ter­schäden: Staats­hilfe nur bei Versi­che­rungs­schutz Staatliche Unterstützung für Geschädigte nach Naturkatastrophen wird es künftig nur …
Unwet­ter­schäden: Staats­hilfe nur bei Versi­che­rungs­schutz
Staatliche Unterstützung für Geschädigte nach Naturkatastrophen wird es künftig nur noch bei vorangegangener Bemühung um Versicherungsschutz geben. Darin sind sich die Ministerpräsidenten einig und folgen damit einem …
Weiter