Schlaglicht

Musk verkaufte Tesla-Aktien bevor Crash publik wurde

Von David GorrTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
US-Behörden untersuchen laut Handelsblatt erneut einen Unfall mit einem Tesla-Modell. Erst in der vergangenen Woche war ein tödlicher Unfall eines Tesla Model S bekanntgeworden. Tesla hatte von dem Unglück am 07. Mai erfahren und das an die Verkehrsaufsichtsbehörde gemeldet, die Investoren setzte man jedoch nicht in Kenntnis. 11 Tage später verkauften Tesla und und Elon Musk persönlich ein Zwei-Milliarden-Aktienpaket.
Das Magazin Fortune wirft Tesla-Chef Musk vor, Anleger getäuscht zu haben. Die anerkannte Finanz-Journalisten Carol J. Lumis wirft die Frage auf, ob er verpflichtet gewesen wäre, den tödlichen Unfall eines Tesla-Fahrers in Form einer Investorenmeldung öffentlich zu machen.
Tesla und Elon Musk (je ca. zwei Drittel bzw. ein Drittel) hätten laut dem Bericht am 18. Mai eigene Aktien zum Kurs von 215 US-Dollar verkauft. Der Gesamtwert der Transaktion belief sich auf zwei Mrd. US-Dollar und dient dem Produktionsausbau des neuen Tesla Model 3. Die Papiere des kalifornischen Elektroauto-Hersteller sind nach Bekanntwerden des tragischen Unfalls am 30. Mai kurzfristig abgestürzt. Musk erklärte, der Vorfall sei "nicht bedeutsam" für den Unternehmenswert gewesen.
Börsennotierte Unternehmen unterliegen strengen Publikationsvorschriften und müssen im Rahmen mehr oder weniger eindeutiger Regelungen zeitnah alles öffentlich machen, was den Börsenkurs der Firma positiv oder negativ beeinflussen könnte. Musk selbst bezeichnete den Bericht via Twitter als "Bullshit". Die Zeitschrift wolle nur ihre Auflage steigern. Außerdem hätte das Unternehmen den Verkauf des Aktienpaktes bereits vor dem Tod des Tesla-Besitzers angekündigt.
Unterdessen hat der Autobauer weitere wenige schwere Unfälle bei Fahrten mit dem Autopilot-Funktion bestätigt. Es habe mehrere Unfälle ohne Todesfolge gegeben, sagte ein Sprecher dem Wall Street Journal. Darunter auch mit dem Geländewagen Model X. Das Auto ist seit Kurzem im Handel und mit einem Autopiloten ausgestattet. Obwohl Tesla-Fahrzeuge nicht als selbstfahrende Autos eingestuft werden können, werden diese Unfälle von der Öffentlichkeit nun als Folge des autonomen Fahrens gesehen, berichtet VWheute. (dg)
Bild: Elon Musk ist CEO von Tesla Motors (Quelle: dpa)
Tesla · Elon Musk
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