Märkte & Vertrieb

Berater fürchten Fintechs mehr als die Politik

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Diskussion um Start-ups in der Versicherungsbranche wirkt, wie Assekurata aktuell feststellt. Die Ratingagentur wertet als Beleg, dass fast die Hälfte aller im Versicherungsvertrieb Beschäftigten mittlerweile technische Veränderungen als stärksten Einflussfaktor auf das Geschäft sieht. Vor einem Jahr noch galten regulatorische Herausforderungen als größte Gefahr.
Die allgemeine Stimmung innerhalb der Vertriebe bleibt demnach trübe. Auf Produktseite können vor allen Dingen die neuen Produkte in der Lebensversicherung die Hoffnungen nicht erfüllen. Hier schätzen die Vermittler die Geschäftsaussichten deutlich negativer ein als noch im Vorjahr. Wenig überraschend, bewerten sie klassische Lebensversicherungspolicen in der Altersvorsorge noch negativer als 2015. In der privaten Sachversicherung sehen Vermittler dagegen mehr Potenzial als noch im Vorjahr.
Grafik: Wie Vermittler die Aussichten einzelner Produktgruppen bewerten. (Quelle: Assekurata)
Die Vermittlerrichtline IDD scheint indes noch weit weg. Denn die Auswirkungen von Regulierung, insbesondere der Vermittlerrichtlinie, werden weniger dramatisch gesehen als noch im Vorjahr. Assekurata führt dies darauf zurück, dass sich ernsthafte Prognosen erst tätigen lassen, wenn die finale Ausgestaltung zur Umsetzung in nationales Recht vorliegt. Die Eiopa hat hier diese Woche ein Papier zur Diskussion gestellt, das auch ein Provisionsverbot nicht ausschließt.
Grafik: Die größten Herausforderungen für den Vertrieb laut Marktausblick 2016. (Quelle: Assekurata) (vwh/ku)
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