Köpfe & Positionen

Brexit bilanziell zunächst "kein großes Ereignis"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Bilanziell ist das für uns unmittelbar kein großes Ereignis", sagt Munich Re-Chef Nikolaus von Bomhard zum Brexit-Referendum. Betroffen wäre der Rückversicherer laut der Frankfurter Allgemeine Zeitung nur, wenn es in der Folge zu einer neuen Finanzkrise käme. Doch davon sei nicht auszugehen. "Müssen wir deshalb unsere Strategien ändern? Nein." Profiteur könnte in seinen Augen die irische Hauptstadt Dublin sein.
"Dublin wird gewinnen. Dublin wird sehr viel bekommen", sagt Nikolaus von Bomhard in der FAZ. Die irische Hauptstadt könnte demnach London zum Teil als europäisches Finanzzentrum ablösen. Allerdings mahnt er an, dass die EU den aktuellen Weckruf hören müsse.
Für gefährlich hält er populistische Bewegungen beispielsweise in den Niederlanden oder in Deutschland. Zumindest kurzfristig sieht von Bomhard die Munich Re gar als Nutznießer des Brexit-Votums, da viele Verträge in US-Dollar abgeschlossen seien. Die Währung war zuletzt stark gestiegen. Von Bomhard: "Wir waren selbstverständlich auch auf einen Brexit vorbereitet." (vwh/ku)
Bild: Nikolaus von Bomhard, Vorstandsvorsitzender der Munich Re. (Quelle: Munich Re)
Munich Re · Nikolaus von Bomhard · Brexit
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