Schlaglicht

Gebrochener Fuß ist nicht automatisch ein Arbeitsunfall

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Bricht sich ein Arbeitnehmer bei der Arbeit im heimischen Büro den Fuß, muss der jeweilige Arbeitgeber nicht dafür haften. Dies entschied das Bundessozialgericht. Anders sehe es hingegen bei Unfällen während der Weihnachtsfeier aus, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online. Demnach seien auch Mitarbeiter während Weihnachtsfeiern einer kleineren Abteilung unter bestimmten Voraussetzungen gesetzlich unfallversichert.
So hatte einr Frau aus Rheinland-Pfalz mit ihrem Arbeitgeber vereinbart, dass sie in einem gesonderten Raum im Dachgeschoss ihrer Wohnung an einem Telearbeitsplatz im Homeoffice arbeitet. Da die Frau jedoch unter Asthma litt und unter einer Lungenkrankheit litt, musste sie viel trinken. Auf dem Weg zur Küche rutschte sie auf der Treppe aus und brach sich den linken Fuß.
Die Bundesozialrichter entschieden nun, dass ein Unfall, der während der Arbeitszeit zu Hause - etwa auf dem Weg zur Toilette oder in die Küche - passiere, nicht als Dienstunfall gilt. Demnach habe sich die Klägerin zum Unfallzeitpunkt nicht auf einem Betriebsweg, sondern in ihrem persönlichen Lebensbereich befunden. Den Weg zur Küche habe sie also nicht zurückgelegt, um ihre versicherte Beschäftigung auszuüben, begründeten die Richter ihr Urteil (Az.: B 2 U 5/15 R).
Mitarbeiter einer kleineren Abteilung eines Unternehmens sind nach Ansicht der Bundesozialrichter jedoch unter bestimmten Voraussetzungen gesetzlich unfallversichert. Zwar sei die Anwesenheit eines höheren Chefs dafür nicht länger erforderlich, allerdings müsse die Veranstaltung im Einvernehmen mit der Betriebsleitung stattfinden. Zudem müssten alle Mitarbeiter der Abteilung eingeladen sein und die Teamleitung daran teilnehmen, berichtet Spiegel Online weiter (Az: B 2 U 19/14 R). (vwh/td)
Bildquelle: Q.pictures / pixelio.de
Auch interessant
Zurück
09.05.2019VWheute
BRSG fasst langsam Fuß im Mittel­stand Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) ist auch die Möglichkeit eines Sozialpartnermodells (SPM) …
BRSG fasst langsam Fuß im Mittel­stand
Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) ist auch die Möglichkeit eines Sozialpartnermodells (SPM) vorgesehen. Auch wenn sich bislang noch kein Unternehmen in Deutschland für ein solches Modell entschieden hat, scheinen einzelne Elemente…
08.05.2019VWheute
Kein Arbeits­un­fall wegen Laut­spre­cher­durch­sagen Wer kennt es nicht: Beim Einkauf im Möbelhaus benötigt der Kunde "fachkompetente Hilfe", die bei…
Kein Arbeits­un­fall wegen Laut­spre­cher­durch­sagen
Wer kennt es nicht: Beim Einkauf im Möbelhaus benötigt der Kunde "fachkompetente Hilfe", die bei Bedarf mittels einer Lautsprecherdurchsage ausgerufen wird. Ein Möbelverkäufer aus Dortmund hatte nun …
02.05.2019VWheute
"Der Perso­nalabrieb gerade bei Stan­dard­auf­gaben im Innen­dienst wird weiter­gehen" Die Versicherungsbranche befindet sich im digitalen Wandel. …
"Der Perso­nalabrieb gerade bei Stan­dard­auf­gaben im Innen­dienst wird weiter­gehen"
Die Versicherungsbranche befindet sich im digitalen Wandel. Doch wie wirkt sich dieser auf die Mitarbeiter eines Unternehmens aus? "Der Personalabrieb gerade bei Standardaufgaben im Innendienst…
15.04.2019VWheute
"Wer nach­haltig handelt, agiert auto­ma­tisch wirt­schaft­lich" Niedrigzinsen und Regulatorik stellen Versicherer bei der Kapitalanlage vor …
"Wer nach­haltig handelt, agiert auto­ma­tisch wirt­schaft­lich"
Niedrigzinsen und Regulatorik stellen Versicherer bei der Kapitalanlage vor Herausforderungen. Bieten Investments in Erneuerbare Energien trotz der volatilen Strompreise einen Ausweg? Darüber hat VWheute mit Uwe …
Weiter