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Coface sieht weltweite Risiken auf Höchststand

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Coface sieht die weltweiten Risiken auf einem neuen Höchststand. Demnach werden immer mehr Länder in die Kategorien "extremes" (E) und "sehr hohes Risiko" (D) eingestuft. Gleichzeitig nehmen auch bei den großen Wirtschaftsnationen die Schwierigkeiten zu, konstatiert der Kreditversicherer. Demnach wurden unter anderem China und die USA in der Länderbewertung heruntergestuft.
Nach der Herabstufung Japans in A2 im März 2016 hat der Kreditversicherer die USA nun ebenfalls in diese Kategorie heruntergestuft. China wurde zudem in die Kategorie B herabgestuft und befindet sich somit auch außerhalb des "Investment Grades". Gleichzeitig sieht der Kreditversicherer die US-Unternehmen in einem problematischen Zyklus.
So habe die Erholungsphase nach der Krise nun ihren Höhepunkt erreicht. Erstmals seit 2010 steigt die Zahl der Insolvenzen. Die Profite sinken, die Investitionen werden reduziert, die Arbeitslosigkeit geht nicht mehr so stark zurück, konstatiert Coface. In China zeigen die stimulierenden Maßnahmen der Staatsführung trotz stabilen Wachstums nur geringe Wirkung. Dem wirken die Überkapazitäten und stark steigende Verschuldung der Unternehmen entgegen.
Die Folgen seien laut Coface weltweit spürbar: So wurden Kanada sowie die asiatischen Tigerstaaten Südkorea, Hongkong, Singapur und Taiwan auf A3 herabgestuft. Malaysia wurde von Coface auf A4 heruntergestuft. Dabei spüren die strukturelle Verlangsamung in China bei Exporten, im Tourismus und bei den Investitionen aus China. Zudem wirken sich die volatilen Rohstoffpreise, auch beim Öl, auf die Unternehmen aus, betont der Kreditversicherer.
Gleichzeitig spüren die ölexportierenden Länder die derzeit niedrigen Preise. So steigen in Saudi-Arabien (neue Bewertung B), Kuwait (A3), Katar (A3) und Algerien (C) die Defizite der öffentlichen Hand. Zudem lahmen die Geschäfte der nicht direkt mit dem Öl verbunden Branchen.
Hochgestuft wurden jedoch Frankreich, das sich nun in die Risikostufe A2 verbessert hat. Die Unternehmensinvestitionen sind hier laut Coface auf dem höchsten Stand seit vier Jahren. Gleichzeitig erlebe die Baubranche einen Schub, die Insolvenzen gehen konstant zurück. Italien wurde in A3 hochgestuft: Hier sinken die Insolvenz- ebenso wie die Arbeitslosenzahlen. Auch die osteuropäischen Staaten Litauen (A3), Slowenien (A3), Lettland (A4) und Rumänien (A4) wurden von Coface hochgestuft. Ausschlaggebend seien das solide Wachstum und geringere Abhängigkeiten im Export von Russland. (vwh/td)
Bildquelle: ZDF
Kreditversicherer · Coface
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