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Tödlicher Tesla-Unfall: Herber Rückschlag für Roboterautos

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Elektrofahrzeughersteller Tesla meldet den ersten tödlichen Unfall eines seiner selbstfahrenden Pkw. Der Fahrer kam bei einer Kollision mit einem Lastwagen in Florida ums Leben. Der für den Autopiloten verantwortliche Entwickler Mobileye gab zu, dass die Technik für Kreuzungen nicht ausgereift sei. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine vorläufige Prüfung des Vorfalls eingeleitet.
Die Behörde will herausfinden, ob das technische System planmäßig funktioniert habe (oder zum Beispiel ausgefallen war). Es ist demnach der erste bekannt gewordene Unfall eines selbstfahrenden Autos mit tödlichem Ausgang. Ist der Autopilot eingeschaltet, fährt das Auto selbständig, es lenkt und entscheidet selbst, ob gebremst wird oder nicht. Die Behörde teilte mit, sie überpüfe alle 25.000 Tesla-Fahrzeuge mit Autopilot-Funktion.
Der Unfall ereignete sich am 7. Mai 2016, als ein Lastzug im rechten Winkel vor dem selbstfahrenden Auto des Tesla-Modells S die Straße kreuzte. Möglicherweise habe der Autopilot die weiß gestrichene Seite des Lkw nicht von dem taghellen Himmel dahinter unterscheiden können; die Bremsfunktion sei jedenfalls nicht ausgelöst worden.
Tesla versucht derzeit, sich von einem Nischenanbieter für hochpreisige Elektroautos zu einem Hersteller für breitere Bevölkerungskreise zu entwickeln. Bis 2018 will der Konzern insgesamt 500.000 Autos pro Jahr bauen.
Der Hersteller betonte nach dem Bericht, dass Tesla-Fahrzeuge bislang schon mehr als 200 Millionen Kilometer auf Autopilot zurückgelegt hätten, ohne dass es zu einem tödlichen Unfall gekommen sei. Tesla-Chef Elon Musk kondolierte auf Twitter und merkte an, dass die Autopilot-Funktion erst in einigen Jahren komplett ausgereift sei.
Im Januar verkündete er noch, dass das System "wahrscheinlich besser als eine Person" sei. Der Autobauer wollte in seiner Pressemitteilung sich nicht festlegen, ob Schuld beim Autofahrer oder beim Autopilot-System lag.
"Das Problem ist, dass Tesla den Hype um das Roboterauto stark befeuert hat und den Leuten mit dem Namen Autopilot suggeriert, dass es sich bei dem Model S um ein autonomes Auto handelt. Wenn dieser Unfall von der Öffentlichkeit nun als Folge des autonomen Fahrens gesehen wird, ist das schädlich", wird Peter Fintl, Automobilexperte der französischen Innovationsberatung Altran, im Spiegel zitiert. (vwh/mvd/dg)
Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de
Autonomes Fahren · Autonome Fahrzeuge · Tesla
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