Märkte & Vertrieb

Blick auf die Börse: Die Skepsis bleibt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der angekündigte Austritt Großbritanniens ("Brexit") hat in den vergangenen Tagen erwartungsgemäß für heftige Turbulenzen auf dem Frankfurter Börsenparkett gesorgt. Zwar haben die Aktienmärkte zum Wochenende hin wieder zugelegt. Beobachter warnen jedoch auch weiterhin vor einem möglichen Ausverkauf. "Insgesamt ist die Gefahr eines Ausverkaufs an den Aktienmärkten aber noch nicht gebannt", warnt Helaba-Analyst Markus Reinwand.
"Zwar lautet eine alte Börsenweisheit 'Kaufen, wenn die Kanonen donnern!' Dennoch wäre es ungewöhnlich, wenn die Marktteilnehmer nahezu emotionslos wieder zum Tagesgeschäft übergingen", ergänzt der Experte von der Landesbank Hessen-Thüringen in Frankfurt am Main.
Auch die Helaba-Expertin Claudia Windt sieht in der aktuellen Entwicklung auf dem Frankfurter Börsenparkett einen "Burgfrieden". Zwar werde es noch einige Zeit dauern, bis das Thema EU-Austritt tatsächlich auf der Tagesordnung stehe. "Und so lange läuft es eben in gewohnter Manier weiter", betont Windt.
So dürfte in dieser Woche vorerst wieder die gesamtwirtschaftliche Lage in den Vordergrund treten. Im Fokus der Anleger und Analysten stehen dabei erneut wesentliche Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA. Neben den Pkw-Zulassungen im Juni zu Wochenbeginn werden am Mittwoch der Auftragseingang der Industrie im Mai bekannt gegeben. Am Donnerstag folgen dann die Daten zur Industrieproduktion. Am Freitag wird dann der monatliche US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Wegen der bevorstehenden Brexit-Risiken rechnen die Beobachter jedoch nicht mit einer Anhebung des US-Leitzinses.
Darüber hinaus wird am Montag das Landgericht Hannover am Montag über eine millionenschwere Entschädigungsklage des Energiekonzerns Eon entscheiden. Wegen der Nuklearkatastrophe von Fukushima vor fünf Jahren musste das Unternehmen mehrere Atomkraftwerke für drei Monate abschalten. Nun fordert der Konzern dafür eine Entschädigung von rund 380 Mio. Euro. Am Donnerstag veröffentlichen zudem der Zuckerhersteller Südzucker und der Spezialverpackungskonzern Gerresheimer ihre Dreimonatsbilanzen. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
Börse · Dax · Brexit
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