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Provinzial Rheinland: Unwetterschäden durchbrechen 60 Mio. Euro-Grenze

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Unwetter von Ende Mai bis Ende Juni haben für die Versicherten der Provinzial Rheinland Schäden von mehr als 60 Mio. Euro verursacht. Besonders viele Schäden verzeichnete der Versicherer durch die Unwetter "Marine" und "Neele" in der vergangenen Woche (23./24. Juni 2016). Nach Unternehmensangaben sind derzeit etwa 5.600 Schadenmeldungen für Wohngebäude und etwa 4.500 Kfz-Schäden eingegangen.
Regionale Schwerpunkte der Unwetter waren laut Provinzial vor allem Kevelaer, Heinsberg, Mönchengladbach und Erkelenz, sowie die Orte Oberwesel und Stromberg im Rhein-Hunsrück-Kreis.
Bereits vor einem Monat hatten die Unwetter "Elvira" und "Friederike" durch Starkregen, Überschwemmungen und zahlreiche Blitzeinschläge zu teilweise massiven Schäden in Höhe von etwa 20 Mio. Euro geführt. Dabei verzeichnete die Provinzial Rheinland rund 9.000 Schadenmeldungen. Besonders betroffen waren im Geschäftsgebiet der Niederrhein, der Süden von Bonn mit Grafschaft und Wachtberg sowie das Ahrtal.
Der Diskussion um eine Pflichtversicherung für Elementarschäden erteilte die Provinzial Rheinland hingegen eine Absage. "Eine Pflichtversicherung wäre nicht sinnvoll, weil 99 Prozent der Risiken gegen Naturgefahren schon jetzt ohne Weiteres versicherbar sind. Für das übrige eine Prozent kommen individuelle Lösungen in Betracht. Sich gegen Naturgefahren zu versichern ist also in der Regel problemlos möglich und liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen. Dafür braucht es keine staatliche Zwangsversicherung", berichtet Guido Schaefers, Privatkunden-Vorstand der Provinzial Rheinland. (vwh/td)
Bildquelle: Raphael Reischuk / pixelio.de
Unwetter · Provinzial Rheinland · Guido Schaefers
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