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SV Versicherung: Unwetterschäden doch über der 100-Millionen-Marke

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die jüngsten Unwetter machen sich auch in der Schadenbilanz der SV Sparkassen Versicherung bemerkbar. "Wir rechnen mittlerweile mit rund 18.000 Schäden aus der gesamten Unwetterserie seit dem 27. Mai. Damit wird der Aufwand für die Schäden über der 100-Millionen-Marke liegen", betont Klaus Zehner, Vorstand Schaden/Unfall der SV. "Genauere Zahlen können wir erst nach Abschluss der Trocknungen nennen."
Häufigste Schadenursache sind Überschwemmungen durch Starkregen, nur ein kleiner Anteil ist auf Sturm und Hagel zurückzuführen. "Ein Problem der vielen Überschwemmungen ist die Trocknung. Wir haben mittlerweile über 25.000 Trocknungsgeräte im Einsatz und schaffen auch aus dem Ausland neue Kapazitäten heran, da es in ganz Deutschland keine Geräte mehr gibt", ergänzt Zehner.
Eine Pflichtversicherung im Bereich der Elementarschadenversicherung hält der Versicherer nach eigener Aussage jedoch nicht für sinnvoll. "Die Frage nach einer Versicherungspflicht für Elementarschäden stellt sich aus unserer Sicht nicht. Rechtlich ist sie nach breiter Einschätzung kaum durchsetzbar. Nicht umsonst hat sich das EU-Parlament schon 2014 gegen die Einführung einer europaweiten Pflichtversicherung ausgesprochen. Dem hat sich auch die deutsche Justizministerkonferenz angeschlossen und sich deshalb gerade erst im Jahr 2015 klar gegen eine Pflichtversicherung für Deutschland ausgesprochen", betont Zehner. Damit schließt er sich vielen Gesellschaften an, die  gegen die von der Politik ins Spiel gebrachte Zwangsversicherung Sturm laufen, berichtete VWheute.
Im Unterschied zu einer Versicherungspflicht bei der Kfz-Haftpflicht sieht der SV-Vorstand bei der Elementarschadenversicherung "für keine adäquate Lösung des Problems". "Sein Hab und Gut zu versichern, liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen. Pflichtversicherung bedeutet auch Aufbau von Bürokratie, das hieße - alles wird umständlicher und teurer. Es gibt dafür in der Wohngebäudeversicherung in Deutschland einen funktionierenden Markt. Daher gibt es in Deutschland aus unserer Sicht keinen Bedarf für eine Pflichtversicherung gegen Naturgefahren", argumentiert Zehner. (vwh/td)
Bild: Klaus Zehner, Vorstand Schaden/Unfall der SV (Quelle: SV SparkassenVersicherung)
Hochwasser-Pflichtversicherung · SV Versicherung
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