Schlaglicht

Versicherer bleiben gelassen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die kommenden Scheidungsverhandlungen und der Zerfall des Vereinigten Königreichs sind die bestimmenden Themen der überregionalen Tageszeitungen. Die Assekuranz beruhigt: Einen Abschied aus dem Versicherungsgeschäft in Großbritannien können sich weder die Allianz noch die Munich Re, Talanx oder der Schweizer Versicherer Zurich vorstellen.
Die Allianz hob ihre langfristige Anlagestrategie hervor. Er erwarte keine negativen Folgen des Brexit für die Anlagen des Konzerns, sagte Allianz-Chefanleger Andreas Gruber. Europas größter Versicherer hofft auf eine weitere Zusammenarbeit der Briten mit der EU, erwartet von den Marktturbulenzen aber keine drastischen Folgen für seine Finanzanlagen und die seiner Kunden.
Für Munich Re bleibe das Land ein wichtiger Markt, sagte Finanzchef Jörg Schneider dem Sender Bloomberg TV. Der Versicherer Zurich sieht Großbritannien sogar als "Schlüsselmarkt" für sein Geschäft. Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re findet es noch zu früh, um über Konsequenzen aus dem Brexit zu entscheiden. Größtes Risiko seien zunächst die verstärkten Schwankungen an den Finanzmärkten. Mittel- bis langfristig gehe es um Risiken etwa bei der Regulierung. Auch für Talanx bringe der Brexit keine wesentlichen Veränderungen, sagte Finanzvorstand Immo Querner. Wirtschaftlich werde vieles zwar unübersichtlicher. Die Aktien-, Anleihen- und Währungsmärkte dürften sich nach zunächst stärkeren Schwankungen aber mittel- bis langfristig wieder normalisieren.
Auch Lloyd’s of London betont, dass der Versicherungsmarkt seine Bedeutung ungeachtet des Brexit behalten werde. Die Ratingagenturen sind sich uneins, ob das Nein-Votum zu einer Herabstufung von britischen Versicherern führen wird. Beträchtliche Folgen erwarten Experten für Versicherer aus den USA und Asien, die London als Zugang zur EU genutzt haben. AIG verkündete bereits, dass man sich nach einem Europa-Standort außerhalb des Vereinigten Königreichs umschaue.
Auf falschen Fuß wurden nicht nur die Börse und Politik erwischt. Nachdem bereits 350.000 Exemplare gedruckt waren, stoppte der Spiegel die Maschinen tauschte das Titelmotiv zum allgegenwärtigen Narzissmus gegen ein Foto der Queen. (vwh/dg)
Bildquelle: Andreas Hermsdorf /pixelio.de
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