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BGV steigt ins UMD-Geschäft ein

Von David GorrTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Derzeit bieten rund 30 Kfz-Versicherer ihren Kunden in Deutschland den Unfallmeldedienst (UMD) an, darunter Allianz, Huk-Coburg und die Zurich. Der GDV-Initiative schließt sich nun auch die Unternehmensgruppe BGV / Badische Versicherungen an. Laut Experten läuft der UMD-Absatz jedoch schleppend an.
Der Unfallmeldedienst ist die Antwort der Versicherungswirtschaft auf das europaweite Projekt eCall, welches ab 2018 verbindlich in allen in der EU zugelassenen Neuwagen integriert sein muss. Mit dem UMD des GDV-Verbands wollen die Versicherer gegen die Autohersteller antreten und die Autofahrer in die Vertragswerkstätten der Versicherer locken.
Jede Gesellschaft entscheidet selbst, ob sie ihren Kunden die neue Dienstleistung kostenlos als integrierte Tarifleistung oder gegen eine Zusatzgebühr anbietet. Für BGV-Autoschutzbriefkunden ist der Notfallstecker kostenlos, während dieser bei der Zurich für eine monatliche Prämie in Höhe von 1,90 Euro erhältlich ist, berichtete VWheute. Die Württembergische wird zum 1. Juli 2016 ins UMD-Geschäft einsteigen und den Notfallstecker als Soloprodukt für alle PKW-Modelle zu einem Jahrespreis von 14,99 Euro anbieten
"Derzeit ist bereits eine mittlere fünfstellige Zahl von UMD-Stecker im Markt", sagt Christian Lubos, Leiter des Produkt- und Markenmanagement beim GDV. Damit ist erst ein Bruchteil der insgesamt 500.000 georderten Notfallstecker in Kundenhand. Die meisten UMD-Apps würden über Android-Smartphones genutzt. Das Verhältnis zum iPhone läge laut Lubos bei zwei zu eins.
Marco Morawetz, Leiter Consulting der General Insurance AG, ist hinsichtlich der Kundenakzeptanz von UMD skeptisch. "Noch läuft der Absatz eher schleppend an, wie man aus dem Markt hört." Bis die 500.000 von der Branche georderten UMD-Stecker abgesetzt sein würden, sei es noch ein weiter Weg. Ohnehin glaubt der Experte, dass viele Assekuranzen das eigene Kfz-Geschäft in den nächsten Jahren aufgeben werden. "Diese Anbieter werden die Autoversicherung vielfach nur noch als ‘White-label-Produkt’ über anderen Risikoträgern anbieten."(dg)
Bildquelle: BGV
BGV · Unfallmeldedienst
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