Schlaglicht

Briten gehen raus - Erdland: "Nicht in Schockstarre verfallen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Vorsprung ist uneilholbar: Großbritannien hat für den Brexit gestimmt. Erste Stimmen fordern schon ein Referendum für die Niederlande. Sigmar Gabriel sagt "Damn! Ein schlechter Tag für Europa" und GDV-Präsident Alexander Erdland warnt davor, in Schockstarre zu verfallen.
"Die Entscheidung der Briten ist überaus schmerzlich für alle Europäer. Aber wir dürfen jetzt nicht in Schockstarre verfallen, sondern müssen das Votum als Weckruf verstehen", sagt Alexander Erdland in einer ersten Reaktion auf das Votum der Briten. Er plädiert für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit mit Blick auf den inneren Zusammenhalt. "Hierzu gehört auch, dass Europa seine Institutionen reformiert und den vielfach überbordenden Regulierungseifer beendet. Wenn alle Menschen von der EU begeistert sein sollen, dann müssen sie die Vorteile stärker spüren, die ein vereintes Europa in der Welt hat."
EU-Parlamentschef Martin Schulz sieht jetzt die Briten vor einem schweren Weg. "Eine Kettenreaktion wird es nicht geben", sagt er im ZDF
Experten rechnen mit "Austrittsverhandlungen", die sich zwei Jahre ziehen können. (vwh/ku)
Bildquelle: Bernhard Thürauf/ pixelio