Unternehmen & Management

Blitzfusion der Provinzial in NRW geplant?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Schon wieder gibt es Unruhe um angebliche Fusionspläne bei der Provinzial. Bereits zum 1. Januar 2017 sollen nach den Vorstellungen der Vorstände die Provinzial Rheinland (Düsseldorf) und die Provinzial NordWest (Münster/Kiel) zusammengeführt werden. Diesmal werden die Unternehmensspitzen als die treibenden Kräfte genannt. Bei früheren Fusionsplänen oder Verkaufsgerüchten kamen waren stets die Anteilseigner die treibenden Kräfte.
Allein die Provinzial NordWest hat an ihren drei Standorten Münster, Hamburg und Kiel rund 3.200 Beschäftigte und ist nach eigenen Angaben zweitgrößter öffentlich-rechtlicher Versicherer in Deutschland. Die Provinzial Rheinland hat rund 3.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Matthias Löb, Direktor des größten Anteilseigners, des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, und Aufsichtsratschef der Provinzial NordWest, bestätigte zwar, dass ihm solche Pläne seit einigen Wochen bekannt seien, verneinte aber eine Beteiligung. Die Fusionsfrage stelle sich für ihn erst, wenn zu erkennen sei, dass das aktuelle "Strategieprogramm NordWest 2018" greife. Auch der Sparkassenverband Schleswig-Holstein (18 Prozent Anteile) hielt sich bedeckt.
Sprecher Reinhard Hassenstein erklärte, dass sein Verband nichts von entsprechenden aktuellen Plänen wüsste. Gleichwohl gibt es eine E-Mail an die Beschäftigten, in der von den Konzernplänen berichtet wird. Verdi-Vertreter und Aufsichtsratsmitglied Frank Schischefsky sprach von einem "geplanten Durchpeitschen" der Fusion. Man würde allen Plänen entgegentreten, die den Standort Kiel gefährdeten. Auch SPD-Landeschef Ralf Stegner warnte vor dem wiederholten Versuch, den vereinbarten Schutz für den Standort Kiel aufzuweichen. (wo)
Provinzial
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