Politik & Regulierung

Sozialversicherer lehnen Normierung ab

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die deutschen Sozialversicherer fordern die Politik dazu auf, eine Initiative der polnischen Regierung gegen die aktuellen Normungsaktivitäten auf europäischer Ebene zu unterstützen. Demnach sei eine Standardisierung von Gesundheitsdienstleistungen nicht dazu geeignet, mehr Patientensicherheit und Zugang zu einer hochwertigen Versorgung zu erreichen.
Zudem gebe es in der Pflege oder bei der medizinischen Versorgung und Rehabilitation etablierten Verfahren der Selbstverwaltung, die auf die spezifischen Bedingungen der nationalen Versorgungssituation ausgerichtet seien, konstatieren die deutschen Sozialversicherer. Außerdem könnten mit einer europäischen Normung parallele oder gar konkurrierende Strukturen entstehen.
Da sich die Gesundheits- und Sozialsysteme der EU-Mitgliedsstaaten erheblich unterscheiden, befürchten die Sozialversicherer, dass eine gemeinsame Norm nur als Minimalkonsens erreicht werden kann. So bestehe die Gefahr, dass Qualitäts- und Sicherheitsniveaus abgesenkt würden. Leidtragende wären in diesem Fall die Versicherten. (vwh/td)
Bildquelle: Allianz Deutschland
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