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Arag: 10 : 1 gegen eine VW-Klagewelle

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Abgas-Skandal bei VW wird sich bei den Rechtsschutzversicherer nach Einschätzung der Arag nicht nennenswert niederschlagen. "Die vielfach vorhergesagte Klagewelle können wir aktuell noch nicht erkennen", sagte Arag-Vorstandschef Paul-Otto Faßbender. Die Erfolgsaussichten für Kläger, einen Schadenersatz direkt ohne Einräumung einer Mängelbeseitigung einzufordern, schätzt er "weiterhin als sehr gering ein".
Bundesweit seien zehn Urteile in dieser Sache erfolglos für die VW-Fahrer ergangen. Nur in einem Sonderfall, bei dem die Abgaswerte explizit Vertragsbestandteil gewesen seien, habe der Autobesitzer obsiegt. Die Arag zählt 1.500 Schadenmeldungen von VW-Kunden. Man unterstütze die Kunden, ihr Recht – zunächst bei der Mängelbeseitigung – durchzusetzen, lehne aber Deckungen für Prozesse auf Schadensersatz wegen mangelnder Erfolgsaussichten ab. 112 VW-Aktionären habe man Deckung bei einer Klage wegen Kursmanipulation gegeben.
Nach einem Beitragsplus von 4,3 Prozent auf 1,66 Mrd. Euro 2015 ist der Konzern im ersten Halbjahr 2016 um weitere 4,3 Prozent gewachsen. "Der Geschäftsverlauf 2015 und der sehr gute Jahresbeginn 2016 dokumentiert, dass sich der Arag-Konzern in einer wirklich guten Form befindet", sagte Faßbender. Obwohl das deutsche Rechtsschutzgeschäft im Zuge der Belastung aus dem Kostenrechtsmodernisierungsgesetz versicherungstechnisch noch defizitär war, verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis im Konzern insgesamt um 9,1 Prozent auf 66,1 Mio. Euro.
Faßbender ließ durchblicken, dass die Lebenssparte aktuell auf dem Prüfstand stehe. Die Arag zeichnet seit 2005 kein klassisches Lebensgeschäft mehr, 90 Prozent der versicherungstechnischen Rückstellungen in Leben von 2,3 Mrd. Euro betreffen aber klassische Garantien. Nach Unternehmensangaben erreicht auch der Lebensversicherer das selbst gesetzte Ziel einer Mindestkapitalisierung nach Solvency II von 150 Prozent – allerdings unter Inanspruchnahme von Transitionals. (lie)
Bild: Bilanzpressekonerenz der Arag (Quelle: lie)
ARAG · Volkswagen
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