Schlaglicht

Makler sterben auf Raten

Von Christoph BaltzerTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherungsbranche steht vor einer neuen Runde im Effizienzwettbewerb. Am unmittelbarsten trifft es die Vermittler, sowohl die gebundenen als auch die freien. Trotzdem stecken erstaunlich viele vor den Möglichkeiten der Technik den Kopf in den Sand.
Schon mittelgroße Makler-Bestände sind ohne Technik nicht mehr zu meistern (siehe DOSSIER). Dafür muss auch Geld in die Hand genommen werden. Doch häufig fehlt das Geld und, wo das Geld nicht fehlt, der Wille. Sechzehn Jahre nach der ersten digitalen Revolution ist das Thema Digitalisierung für viele Makler ein Schreckgespenst, immer noch.
Wer sich alte Bestände anschaut, findet mitunter die Kundenverwaltung im E-Mail-Programm wieder. Solche Bestände sind schon aus diesem Grund unverkäuflich. Doch statt sich technisch zu erneuern, ziehen viele Makler es vor weiter zu verwalten, bis das der Tod sie und ihre Kunden scheidet.
Für den Sommerurlaub mal schnell eine oder auch zwei Lebensversicherungen vermitteln, damit wird es wohl irgendwann vorbei sein. Irgendwann. Die Beharrungskraft am Markt ist erstaunlich groß. Grund dafür sind die Versicherer. Und die Pools. Sie nehmen den Einzelkämpfern inzwischen fast alles ab, vom Marketing bis hin zur Haftung. Die Ein-Mann-Versicherungsbüros in den Treuenbrietzens und Großenhains unserer Republik geraten auf diese Weise in die Abhängigkeit. Der Service ist ein süßes Gift, eine unsichtbare, doch dafür umso festere Fessel. Das Maklersterben kommt, aber viel langsamer, als man am Markt gedacht hat. (ba)
Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von VALUE. Das Beratermagazin, warum viele Vermittler vor der aktuellen Entwicklung den Kopf in den Sand stecken.
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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Voll aufs Smartphone setzt Deutschlands größter Versicherer. Die Allianz sieht hier die Zukunft für neuen Kundenservice. "Alles muss auf dem Smartphone funktionieren, sonst bauen wir es nicht mehr", sagte Manfred Knof, Vorstandvorsitzender der Allianz Deutschland, auf der MCC-Tagung "Insurance Today and Tomorrow" in Düsseldorf. Als Beispiel nannte er den neuen Telematik-Tarif "BonusDrive".
Im Zuge des internationalen Ausbaus seiner Internetstrategie will die Mapfre-Gruppe nun ein neues Markenkonzept aufsetzen. In Spanien beispielsweise agiert der Versicherer im Internetgeschäft bislang unter der Marke Verti und in Deutschland oder Italien mit der Marke Direct Line. Nach den jetzt bekannt gewordenen Plänen soll Verti künftig in allen Auslandsmärkten zur Anwendung kommen.
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) könnte bei den Arzneimittelausgaben in den kommenden fünf Jahren mehr als vier Mrd. Euro einsparen. Zu diesem Schluss kommt die Barmer GEK in ihrem Arzneimittelreport 2016. Entsprechendes Potenzial zur Kostenreduzierung sieht die Krankenkasse in den sogenannten Biosimilars. Dabei handelt es sich um biologische Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Arzneien (Biologika).
Makler · Pools
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