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China Life investiert in Uber-Konkurrent

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
If you can't beat them, join them. Das scheint die Philosophie des größten chinesischen Lebensversicherers zu sein, der erst Uber China unterstützte und nun 600 Mio. US-Dollar in den Rivalen Didi Chuxing pumpt. Der Fahrdienst wird mittlerweile mit 25 Mrd. Dollar bewertet. Peking droht derweil mit einem Handelskrieg, falls China von der EU nicht als Marktwirtschaft anerkennt wird. Das hindert Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht, deutsche-chinesische Deals im Volumen von rund 2,7 Mrd. Euro zu unterschreiben.
Seit Jahren machen Unternehmen aus Fernost mit ihren Übernahmen und Beteiligungsaktivitäten Schlagzeilen in der Wirtschaftswelt. Viele Versicherungsgesellschaften aus China blättern viel Geld hin, um sich Anteile an Unternehmen im westlichen Ausland zu sichern. Besonders auffallend in diesem Geschäft ist die Anbang Insurance, wie VWheute berichtete.
Auch China Life versucht das schnell verdiente Geld wieder anzulegen und reiht sich in die Riege der großen Didi-Investoren ein, zu denen auch Chinas größte Internetkonzerne Alibaba und Tencent gehören. Im vergangenen Monat hatte zudem der US-Technologiekonzern Apple eine Mrd. Dollar für Chinas größten Online-Fahrtenvermittler zugesagt. Didi Chuxing hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde einschließlich der Gelder von China Life und Apple mehr als 3,5 Mrd. Dollar eingesammelt. Didis Bewertung in Höhe von mehr als 25 Mrd. Dollar ist inzwischen drei Mal so hoch wie die von Uber China, das von Investoren mit gerade mal acht Mrd. Dollar bewertet wird. Für die Analysten ist der Mutterkonzern Uber Technologies jedoch fast 68 Mrd. Dollar wert.
Die Chinesen investieren auch zunehmend in Deutschland. Allein seit Jahresanfang haben sie so unterschiedliche Unternehmen wie den Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei und den Flughafen Frankfurt Hahn übernommen. Und nun plant der chinesische Konzern Midea, seine Beteiligung am Augsburger Roboterhersteller Kuka zu erhöhen. In der Bundesregierung gibt es teilweise Bedenken gegen das Übernahmeangebot. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel würde eine deutsche oder europäische Alternative begrüßen. Gabriel ist bei den aktuellen Regierungskonsultationen in China nicht dabei. Dafür sechs andere Minister, die Bundeskanzlerin Angela Merkel für die vierten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen mitnahm.
Die Führung aus Fernost pocht darauf, dass Europa dem Land den Status einer Marktwirtschaft zuerkennt, der Peking beim Beitritt zu Welthandelsorganisation von 15 Jahren versprochen wurde. Das würde bedeuten, dass es für die Europäer fast unmöglich wird, sich gegen die Dumpingpreise zu wehren, mit denen China zum Beispiel den Stahlmarkt überschwemmt. Sollte die EU Chinas Erwartung enttäuschen, hat die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua letzte Woche bereits mit einem Handelskrieg gedroht. (vwh/dg)
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
China Life · Anbang · Uber
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