Politik & Regulierung

GDV: Staat als Vermögensverwalter großes Risiko

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der GDV macht erneut mobil gegen die Deutschlandrente und weist auf Gefahren der kapitalgedeckten Altersvorsorge in staatlicher Hand hin. Europäische Beispiele würden "zu hohe Risiken, fehlende Kapitalstreuung oder zweckentfremdete Gelder" aufweisen. Eine DIA-Studie soll das Mistrauen der Bürger belegen.
Eine große Mehrheit fürchtet demnach, dass der Staat in Krisenzeiten Fondsgelder zweckentfremden könnte. Zwei Drittel der Befragten stufen die Gefahr als hoch oder sehr hoch ein, ein weiteres Viertel rechnet vielleicht damit. Lediglich zwölf Prozent sind unbesorgt.
Die offensiv gewählte Anlagestrategie (80 Prozent Aktien, 20 Prozent Anleihen) wurde demnach dem irischen Staatsfonds zum Verhängnis. Die Bankenrettung kostet die Anleger laut GDV bis Ende 2014 3,4 Mrd. Euro. Seit 2001 zahlt der Staat ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes ein, um steigende Pensionslasten ab 2025 abfedern zu können.
Den spanischen Reservefonds führt der GDV als Beispiel für die Zweckentfremdung von Mitteln an. "2012 verabschiedete die Regierung sogar ein Gesetz, das es ihr erlaubt, den Fonds anzuzapfen. Seither wurden von den eingezahlten 53,8 Mrd. Euro knapp 34 Mrd. Euro wieder entnommen."
Selbst Musterschüler Norwegen würde angesichts sinkender Einnahmen aus dem Ölexport Mittel aus dem staatlichen Zukunftsfonds wieder abziehen. (vwh/ku)
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